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Seit dem Unfall von Köln jetzt erstmals ein Riss entdeckt
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300 Kilometer pro Stunde sind achsaufreibend © dpa
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In den drei Monaten nach dem Kölner Unfall, bei dem niemand verletzt wurde, sei erstmals bei einer Überprüfung ein Riss entdeckt worden. Der Ingenieur bescheinigte der Deutschen Bahn seit der ICE-Katastrophe von Eschede im Juni 1998 in Sicherheitsfragen besonders sensibilisiert zu sein. Das zeige sich an neuen Bauvorschriften und Sicherheitsvorkehrungen im Betrieb. So gebe es auf den ICE-Trassen inzwischen Messpunkte, an denen bei Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde festgestellt werde, ob die Räder des Zuges rund laufen. Mögliche Defekte werden sofort an eine Zentrale gemeldet. In Eschede war bei Tempo 200 ein Radreifen gebrochen. 101 Menschen starben.
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Während der Fahrt wird die Radsatzwelle stark beansprucht
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Vorschriften sind gut, Kontrolle ist besser © ap
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Ein Radsatz bei Schienenfahrzeugen besteht aus zwei Radscheiben und einer verbindenden Radsatzwelle. Die kegeligen Räder sind dabei fest mit der Radsatzwelle verbunden, die sich mit den Rädern dreht. Der Radsatz überträgt das Gewicht des Fahrzeugs auf die Gleise und bildet das Grundelement der klassischen Rad-Schiene-Spurführung. Während der Fahrt wird die Radsatzwelle stark beansprucht. Zu großem Druck und starken Zugkräften kommt eine Belastung durch die Erwärmung der Laufflächen.
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Neigetechnik-ICEs verkehren nicht auf allen Strecken
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Eingeschränkter Verkehr © dpa
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Der Hochgeschwindigkeitszug ICE T ist seit 1999 in Betrieb. Er kann sich ähnlich wie ein Motorrad in die Kurve legen. Auf kurvenreichen Strecken ist er damit besonders schnell. Die elektrisch angetriebenen Züge sind nach Angaben der Bahn zwischen 133 und 185 Meter lang und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde. Den ICE T - T steht für tilt-technology, den deutschen Begriff für Neigetechnik - gibt es in verschiedenen Varianten als fünf- und siebenteiligen Zug. Die Bahn setzt die Züge vor allem auf den Strecken Dresden - Frankfurt am Main - Saarbrücken sowie Hamburg - Berlin - Leipzig - Nürnberg - München ein.
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