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Atomgegner forderten, auf Gorleben zu verzichten
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Grüne: Alternativen prüfen © dpa
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Die Grünen warben erneut dafür, zumindest andere Standorte als Alternativen zu Gorleben zu prüfen. Die stellvertretende Fraktionschefin Bärbel Höhn sagte im Deutschlandradio Kultur: "Man muss wissen, dass Asse immer das Vorzeigeendlager war. Die Genehmigung von Gorleben wurde auch immer mit Asse begründet, wie gut das Ganze sei." In dem einsturzgefährdeten Salzbergwerk von Asse lagern 126.000 Fässer schwach- und mittelradioaktiver Müll. Seit Jahrzehnten strömt Wasser ein, und es sammeln sich inzwischen unter Tage verstrahlte Laugen. Atomgegner forderten, auf Gorleben zu verzichten oder zumindest Alternativen zu prüfen. Wirtschaftsminister Michael Glos warb erneut für längere Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke.
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 | Zwischenlager für Castor-Behälter: Die 182 Meter lange und 38 Meter breite Halle ist das Ziel der Transporte hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufbereitung. Sie bietet Platz für 420 aufrecht stehende Castor-Behälter. Die Halle hat Lüftungsschlitze, um die Abwärme nach draußen zu leiten. Sie ist aber nicht für den Schutz der Stahlbehälter vor Flugzeugabstürzen ausgelegt. Zurzeit stehen nach Angaben von Atomkraftgegnern 56 Castoren in der Halle, fünf mit abgebrannten Brennelementen und 51 mit Wiederaufbereitungsabfällen. Dem Atomkonsens zufolge ist das Lager nur noch für Wiederaufbereitungsabfälle vorgesehen. |  |  | Fasshalle: So nennen die Wendländer eine Halle neben dem Castor-Zwischenlager, in dem schwach Wärme entwickelnder radioaktiver Müll in Fässern gelagert wird. |  |  | Pilotkonditionierungsanlage: Die PKA wurde als Probeanlage zum Umladen von Atommüll in Endlagerbehälter genehmigt und erbaut. Genutzt werden soll sie zunächst allerdings bei Störfällen als Reparaturstation für kaputte Castoren. |  |  | Erkundungsbergwerk: Seit 1977 wird untersucht, ob der Salzstock unterhalb von Gorleben als Endlager für Atommüll tauglich ist. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) wählte den Standort, der geologisch nur zweite Wahl war. Er ragte in die damalige DDR hinein, und in der strukturschwachen Region wurden keine Akzeptanzprobleme vermutet. Nach dem Atomkonsens zwischen der rot-grünen Koalition und der Energiewirtschaft wurden die Erkundungsarbeiten ausgesetzt. |  |
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