Experten gehen dem Phänomen Elektrosensibilität nach
Blindstudien untersuchen, wie Patienten auf elektrische Belastungen reagieren
Eine wissenschaftliche Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mensch elektromagnetische Felder nicht wahrnehmen kann. Dabei haben Psychologen und Physiker in einem Blindversuch 48 "Elektrosensible" auf ihre Elektrosensibilität getestet. Normalerweise verändert sich beim Menschen bei jeder Reizung der Handschweiß und die Leitfähigkeit der Haut. Doch bei den Testpersonen gab es keinerlei Anzeichen dafür.
Auch bei einem weiteren Versuch, in dem die Testpersonen angeben mussten, wann die elektrische Belastung besonders hoch ist, gab es keine Treffer. Die Studienleiterin Gerlinde Kaul unterstellt den Probanden nicht, dass sie ihre Beschwerden erfinden, hat aber dafür eine andere Erklärung: "Insgesamt geht es schon in eine Richtung, wo man annehmen muss, dass die Beschwerden für eine psychische Fehlbelastung im allgemeinen sprechen."
Diese Situation wird dann auf eine für die Person selber technisch nicht zu kontrollierende Situation wie Elektrosmog übertragen. Immer mehr Menschen klagen über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und ähnliche gesundheitliche Probleme, die sie auf Mobilfunk oder Elektrosmog zurückführen. Sie bezeichnen sich als "elektrosensibel", weil sie elektromagnetische Felder zu fühlen glauben, die deutlich unter den Grenzwerten liegen.

Streit um Elektrosmog: Sind die Auswirkungen real?

Studie: kein Anhaltspunkt für Elektrosensibilität
Untersuchung auf Elektrosmog-Wirkungen
Keine erhöhte Krebsgefahr durch Nutzung von Handys
Strahlung von UMTS-Antennen stört Wohlbefinden nicht
Handystrahlung löst keine Gliom-Hirntumore aus

14.06.2007 / db
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