Wer Einsparmöglichkeiten in seinem Heim sucht, wird sicher schnell fündig
Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an
Strom sparen rechnet sich für Haushalte zudem
"Man könnte Jahr für Jahr die Strommenge ersetzen, die ein ganzes Kernkraftwerk produziert" - wenn alle richtig sparen, meint Dr. Wolfgang Irrek vom "Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie".

"Privathaushalte unterschätzen oft ihren Verbrauch"
Hans Ackermann sucht überall nach Energieverschwendung
"Es wird nicht gesehen, wie viel Energie man verbraucht und was für Möglichkeiten da bestehen", sagt Stieß. "Private Haushalte unterschätzen häufig ihren Energieverbrauch und sagen, die Industrie verbrauche viel mehr." Dabei hat die ihren Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid im Vergleich zu 1990 um mehr als 25 Prozent gesenkt. Haushalte sparten 5,2 Prozent ein, der Verkehr stieg dagegen um 10,8 Prozent. Private Haushalte gehen aus Umweltsicht immer noch zu verschwenderisch mit Energie und Fläche um. Das belegen Zahlen aus der umweltökonomischen Gesamtrechnung, die das Statistische Bundesamtes gemeinsam mit dem Umweltbundesamt in Berlin vorgestellt hat.


Stromkosten von 3,3 Milliarden Euro im Leerlauf
17 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr nur durch Leerlauf
Allein die Leerlaufverluste bei Elektrogeräten wie Fernsehern und Computern betragen derzeit in den Privathaushalten 17 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht Stromkosten von 3,3 Milliarden Euro. Das Ausschalten des Stand-by-Betriebs würde einer durchschnittlichen Familie etwa 115 Euro zusätzlich in die Haushaltskasse bringen. Der Einbau einer sparsamen Umwälzpumpe für die Gas- oder Ölheizung senkte die Stromrechnung je nach Alter der Anlage um 90 bis 240 Euro pro Jahr. "Wer 6,60 Euro in die Mehrkosten einer Energiesparlampe investiert, spart über die Lebensdauer der Lampe über 80 Euro."




Wärmedämmung rechnet sich in wenigen Jahren
Gerade bei der Heizung lässt sich manches optimieren
Fast 60 Prozent des Energiebedarfs vor allem für Raumwärme lassen sich bei Wohngebäuden einsparen, die bis Ende der 1970er Jahre entstanden sind. Investitionen in Wärmedämmung oder neue Heizungsanlagen amortisierten sich oft bereits in weniger als zehn Jahren. Das Umweltbundesamt kritisierte, bislang hätten Vermieter jedoch kaum Anreize, in Energiespartechnik für ihre Wohnungen zu investieren. Denn sie könnten die Kosten für Energiespar-Investitionen im Allgemeinen nur mit jährlich elf Prozent auf die Kaltmiete umlegen. Hier sollten die Gesetze im Sinne von Mietern und Vermietern geändert werden.




Gast
Über die Klimaschutz-Konferenz in Nairobi sprachen wir mit John Hay vom "United Nations Framework Convention on Climate Change"
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17.11.2006, zuletzt aktualisiert am 10.09.2009 / mp mit Material von ap