Mit kreisenden Bewegungen spült der Argentinier Julián Martinez vorsichtig den schwarzen feinkörnigen Sand weg. Dann blitzen die ersten Goldkörnchen in seiner angeschlagenen Emailleschüssel auf. "Zwei Gramm etwa", schätzt der junge Mann und blinzelt in die Abendsonne. Im Nordwesten Argentiniens in der bis zu 4200 Meter hohen, dünn besiedelten Hochebene der Puna scheint die Sonne kräftiger als fast überall sonst auf der Welt. Angesichts immer teurerer und knapperer Energie auch dies quasi pures Gold.