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Einige Tiere einer Schule von Grindwalen in der Meerenge von Gibraltar
Riesen der Meere
Die gefährdeten Wale vor Gibraltar
Wer hätte das gedacht? In der Meerenge von Gibraltar leben mehr Walarten als irgendwo sonst auf der Welt. Doch die eigentlich geschützten Giganten der Meere haben ein gewaltiges Problem: Durch den enormen Schiffsverkehr und die Überfischung kommen wesentlich mehr von ihnen um, als alle Wahlfänger es mit vereinten Kräften vermocht hätten. Jetzt berichtet ein Dokumentarfilm vom Schicksal der Wale in der Meerenge von Gibraltar und vom großen Engagement einer Schweizerin.
Fast drei Viertel der Erde sind von Meer bedeckt. Davon kennt der Mensch gerade einmal zwei Prozent. Oder sind Sie schon einmal einem Wal begegnet? Wale zu filmen, ist fast unmöglich, doch das Filmteam von Regisseur Daniele Grieco ist diesen Meergiganten faszinierend nahe gekommen. In der Meerenge von Gibraltar zwischen Europa und Afrika leben mehr Walarten als irgendwo sonst auf der Welt. Es ist ein einzigartiges Naturparadies, aber auch ein bedrohtes.

Schiffe sind ihre größte Gefahr
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Delfine spielen vor den Tankern in der Meerenge von Gibraltar
Das tägliche Drama: Wale fliehen vor riesigen Containerschiffen. Das Nadelöhr zwischen Atlantik und Mittelmeer ist eine der wirtschaftlich wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Mit einem Boot fährt Katharina Heyer jeden Tag in die Meerenge, um Touristen auf die Situation der Wale aufmerksam zu machen. 1999 entdeckte die Schweizer Hobbytaucherin als erste, dass es dieses Wale-Paradies am südlichsten Zipfel Europas überhaupt gibt. Bald darauf gab sie ihren Beruf als Modedesignerin auf und gründete eine Stiftung zur Erforschung und vor allem zum Schutz der Wale. Der Film begleitet die Schweizer Aktivistin in ihrem Kampf für die Wale.

Zeit ist Geld - ein Tempo-Limit für die Schiffe gibt es nicht. Wale, die ihnen in die Quere kommen, werden getötet oder verletzt. Heyers Ziel ist ein Hospital für die verletzten Tiere. Auch die zunehmende Verschmutzung und Vergiftung der Meere bekommen die Wale zu spüren. Nicht selten werden sie angeschwemmt, weil sich in ihren Mägen so viel Plastikmüll befindet, dass sie keine Nahrung mehr aufnehmen können. Im August treibt der Hunger die Orca-Wale in die Meerenge und auf die Jagd nach rotem Tunfisch. Doch der ist beim Menschen inzwischen so beliebt wie echter Kaviar, eine teure Delikatesse.

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Die Orcas folgen häufig den zum Thunfischfang ausfahrenden Fischern
Gegen die perfektionierten Fangmethoden haben die Orca-Wale keine Chance. Und so stehlen sie sich ihre Nahrung bei den kleinen Fischern. Kurz bevor die Beute ins Boot gehievt wird, beißen die Orca-Wale danach und lassen den Fischern nur den Kopf vom Thunfisch übrig. Nach vielen Querelen hat Katharina Heyer endlich eine Bucht von der marokkanischen Regierung zugesprochen bekommen. Hier will sie ihr Wal-Hospital errichten. Sie weiß, dass ihr Engagement nur ein Zeichen gegen eine Bedrohung sein kann, die viel umfassender ist. Fast alle der 80 Walarten sind heute vom Aussterben bedroht. Der Dokumentarfilm "The Last Giants" ist ein aufrichtiges Plädoyer für ihr Überleben.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Film
"The Last Giants - Wenn das Meer stirbt..."
(Dokumentation)
Deutschland 2009
Regie: Daniele Grieco
Kinostart D: 17.09.2009
Schwerpunkt
Kino-Zeit - Die "Kulturzeit"-Filmkritiken
Mediathek
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08.09.2009 / Lutz Pehnert ("artour", MDR) / tm