Josef Winkler hat in der Literatur sein Exil gefunden. Zuerst im Lesen, ohne anfangs den Inhalt zu verstehen, war er von den Sprachbildern fasziniert, dann im Schreiben, wo er selbst zum verbalen Bildhauer wird. "Wenn man auf der Leinwand ein bestimmtes Bild aus Varanassi oder Mexiko sieht, und das dauert nur fünf Sekunden", erklärt Winkler, "auf diesem Leinwandbild ist so ungeheuerlich viel drauf, dass man aufmerksam hinschauen muss, damit man alles erkennt. Die Literatur kann damit etwas luxuriöser umgehen. Denn allein dieses Bild, auf dem so viel drauf ist, dauert auf der Leinwand fünf Sekunden und auf meinem Papier oder in meinem Buch können es letztendlich sogar 20 Seiten sein."