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Mehr als zwei Jahre lang hat Susanna Ridler in ihrem Wiener Heimstudio an den Aufnahmen gefeilt. "'Fertig' gibt es eigentlich nicht", sagt die Musikerin, "ich glaube, man muss nur irgendwann sich trauen, zu sagen, für mich ist es jetzt fertig und reif, auch an andere Ohren weiter gereicht zu werden. Fertig ist es wahrscheinlich eh nie." Sampling, Verfremdung, Timestretching, Pitchbending - Susanna Ridler lotet die Möglichkeiten moderner Studiotechnik aus und schafft vielschichtige, abstrakte Sound-Welten. Doch im Zentrum des Klangkörpers schlägt deutlich vernehmbar ein Jazz-Herz. "Jazz hat für mich insofern Bedeutung, als dass ich ihn viele Jahre gehört habe. Ich habe auch Jazz-Gesang studiert, Jazz hat mich lange begleitet", sagt die Künstlerin. "Ich glaube, Jazz ist eine Inspiration für viele andere Richtungen. Ich habe ganz bewusst versucht, die Stile zu vermischen und mit dieser Elektronik, mit diesen Möglichkeiten, die der Computer bietet, die Stile zu verweben, eine Einheit zu bilden. Ob es mir gelungen ist, das soll der Zuhörer selbst entscheiden."
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