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John Butler Trio: "Grand National"
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In seiner jetzigen Heimat Australien ist John Butler ein Knaller. Im Videoclip "Treat Yo Mama" aus dem Jahr 2004 radelt der Mann mit Ziegenbärtchen und Rastalocken unterm Häkelkäppchen auf einem altmodischen Drahtesel durch den Wald und appelliert ans ökologische Gewissen. Das neue, erfrischende Album des John Butler Trios, "Grand National", ist ein kreativer, unkonventioneller Crossover aus Funk, Blues, Hip-Hop, Rock, Folk, Country und Reggae, der in keine Schublade passt. Mit abgestandenem Weltmusik-Didgeridoo-Sound verschont der Wahl-Australier den Zuhörer: Butler spielt seine zwölfsaitige Gitarre mit und ohne Bottleneck-Technik, bearbeitet auch Banjo und Mundharmonika. Kontrabassist Shannon Birchall und Drummer Michael Barker ergänzen das Trio. Diese Musik klingt authentisch und wie unplugged, obwohl sie’s natürlich nicht ist, die drei Vollblut-Musiker wie ein viel größeres Ensemble, weil jeder wie ein Berserker sein Instrument traktiert. Am besten ist "Grand National" in rhythmischen, energiegeladenen Songs wie "Daniella" oder "Funky Tonight", die wie eine pralle Dosis Antidepressivum wirken. Nicht ganz so gelungen sind dagegen die wenigen, langsameren Songs, die teil ins Pathetische abgleiten. Doch wo immer das John Butler Trio richtig loslegt, da ist es einfach gut.
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 John Butler Trio
"Grand National"
Atlantic (Warner) 2007
VÖ: 27.04.2007 |  |
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