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Folgen des Triebaufschubs
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Provokation ist das Credo des jüdischen Autors Tuvia Tenenbom. Als Sohn orthodoxer Juden gründete er 1994 das Jewish Theatre in New York. Mit "The Last Virgin" hat er eine bizarre Verwechslungskomödie geschrieben, in der alle Religionen im Kreuzfeuer stehen. Tenebom zeigt den terroristischen Suizid als Ergebnis eines lebenslangen Triebaufschubs - ein brisanter Stoff, der die Doppelmoral religiöser Indoktrination zu Recht bloßstellen will. Der Autor übertritt mit seinem pornographischem Blick auf die Religion jedoch die Grenze zum Voyeurismus. Das ist eine eindeutige Schwachstelle des Stücks. "Tod und Sex - welch eine Beziehung", sagt Autor Tuvia Tenenbom. In der Realität ist es so, dass ein Selbstmordattentäter, ein Märtyrer vor seiner Tat Klopapier um seinen Penis herum wickelt, damit er im Himmel mit demselben Penis Jungfrauen beglücken kann. In einer Gesellschaft, in der Sex so tabuisiert wird, treibt die geringste Aussicht auf sexuelle Befriedigung Menschen in den Wahnsinn."
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 "The Last Virgin"
English Theatre, Frankfurt/M.
Vorstellungen:
dienstags bis samstags um 19.30 Uhr
sonntags um 18.00 Uhr
noch bis 27.10.2006 |  |
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