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Vorahnung, dass etwas Schlimmes geschehen könnte
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Kinder spielen in den Straßen von Bagdad © ap
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Und die Mutter Om Sajaad erinnert sich: "Ich bin am Morgen aufgewacht, habe ihm das Frühstück gemacht. Er wollte nichts essen, sagte, er habe keinen Appetit. An diesem Morgen hatte ich so ein Gefühl, etwas Schlimmes könnte geschehen. Ich wollte nicht auf den Markt gehen, aber mein anderer Sohn hat mich gedrängelt. Sonst will er immer mitgehen. Er begleitet mich bis zum Ende der Straße, ich gebe ihm Geld und sage, geh' zurück, und dann sagt er immer, nein Mama, ich will mit Dir gehen. Aber an diesem Tag sagte er, nein, lass mich zurück, ich will mit meinen Freunden spielen - und ich habe ihn bei seinen Freunden gelassen." "Ich ging aufs Dach, suchte nach Hasan und sah ihn auf der
Straße", erzählt der Vater, "rief nach ihm und sagte: Komm rein Hasan. Er kam auch, aber ging dann nochmal raus. Als die Explosion geschah, wurde ich gegen die Wand geworfen.“
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"Wenn wir den Täter gekannt hätten, hätten wir ihn mit unseren eigenen Händen umgebracht", bekennt Mutter Om Ali. "Aber er hat die Autobombe gezündet und ist mit ihr in die Luft geflogen, wollte in den Himmel, einen guten Tod sterben." All die Märtyrer sind Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren. Das Auto mit der Bombe fuhr langsam auf sie zu, genau dahin, wo sie sich immer treffen. Einige haben Fußball gespielt, andere leidenschaftlich dem Spiel zugesehen, als die Bombe hochging. "Diese breite Straße war ihr Fußballfeld", berichtet Mohamad. "Da stand mein Team, da Abdels Team und hier Mohammads und dort Ali Dalels. Abu Qaies hat zwei Kinder bei der Explosion verloren, das waren meine Freunde, Abass und Ali. Sie waren in meinem Alter, einer genauso alt wie ich, einer etwas jünger. Ihre kleine Schwester hat überlebt."
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Was ist ihre Schuld?
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Qaies erinnert sich: "Ich nahm Ali, meinen kleinen Jungen, immer mit zur Arbeit. Am Ende der Straße traf ich seine Großmutter. In diesem Moment hat er meine Hand losgelassen und rannte los. Genau in dem Moment, als das Auto kam, sah ich die Kinder. Ich kann es immer noch nicht glauben, die Explosion hätte genauso gut mich treffen können. Als ich auf die Stelle zuging, fand ich Mohammad Jumas Sohn. Sein Kopf war abgetrennt. Ein Kind war total verbrannt und mit einem Kleidungsstück bedeckt. Ich brach ohnmächtig zusammen und wurde nach Hause getragen." "Er lag da mit abgetrennten Beinen und schrie: Großmutter, Großmutter", sagt die Mutter von Ali und Abass. "Erst erkannten wir ihn nicht, aber dann erkannten wir ihn an seiner Stimme. Dann ging ich seinem älteren Bruder suchen, ihn hatte die Wucht noch weiter weg getragen.“ "Was ist ihre Schuld, um getötet zu werden?", fragt sich die Großmutter der beiden. "Hat ein Kind irgendwas getan, dass es dafür getötet werden musste? Ein Kind tut niemals etwas Schlimmes, so eine Schande."
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Die Straße, auf der die Katastrophe geschehen ist, wird namenlos bleiben. Es ist ein stummes Zeichen der Trauer. Die Kinder, die getötet wurden, sind anwesend, ihr Geist schwebt hier, besonders wenn sich Fußballteams treffen,
erinnert das daran, dass Ali, Abass, Yousif und Taha hier gespielt haben. Ihre Eltern können sie fast sehen. Ich überlasse die Opfer ihren traurigen Eltern und suche nach dem Mörder und frage mich: Was ist in seinem Kopf vor sich gegangen? Hat er die überraschten Gesichter der Kinder gesehen, was hat er zu sich selber gesagt, als er den Zünder ausgelöst hat?
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