Die Entsorgten
Wenn das Kapital die Arbeiter nicht mehr braucht
Die Globalisierung hat unser Sozialgefüge verändert. Ängstlich versucht die gesellschaftliche Diskussion, dieses Thema geistig zu beherrschen. Dabei wird der Blick gelenkt auf Teile der Gesellschaft, die längst von allem abgekoppelt sind, die mitten im Kosmos der Armut ein eigenes Sozialgefüge, eine eigene Moral und eigene Hierarchien haben. In drei Folgen versucht "Kulturzeit", eine allgemeine Analyse der persönlichen Deformationen durch die "Neue Armut" sowie der gesellschaftlichen Konsequenzen daraus zu entwickeln.
1. Abstieg in die Armut
Das Kapital braucht seine Arbeiter nicht mehr. Ihre Arbeitsplätze sind ins Ausland ausgelagert. Die Menschen aber bleiben hier: rund 4,8 Millionen ohne Arbeitsplatz, eine Belastung gerade für Familien. Die Hartz IV Empfänger, es werden immer mehr
2. Der Preis der Armut
"Die einen stehen im Licht, die anderen sieht man nicht", lautet eine bekannte Redewendung. Falsch, denn die anderen sieht man immer mehr: Es sind die Hartz IV-Arbeitslosen, die Abgebauten. Das Leben ist für die auf den Abstiegsplätzen nicht schön
3. Zerfall der Gemeinschaft
Die Armen werden nicht mehr in die Arbeitsgesellschaft zurückkehren, das ist die bittere Wahrheit. Für die Mehrheitsgesellschaft gelten sie als überflüssig, sie sind ein Kostenfaktor, totes Humankapital

Kulturzeit: montags bis freitags, um 19.20 Uhr



Hartz IV und die Folgen

August 2005, aktualisiert: 23.10.2006 / Kulturzeit / se
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