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Das traurige Ende einer Ära: Die Loveparade hat ausgetanzt.
Das Ende der Loveparade
Ruhr2010 und die Tragödie in Duisburg
Die Tragödie von Duisburg bei der Loveparade hat 20 Menschenleben gekostet - katastrophal im Kulturhauptstadtjahr. Dabei wollte Duisburg leuchten, im Ruhrgebiet, der Heimat der Malocher, eine neue Energie namens Kultur mit Technobeats und Jugend-Coolness befördern. Das war ein hohes Ziel.
"Es ist ein großes Fest", sagt Oliver Scheytt, Geschäftsführer von Ruhr 2010 über die Loveparade, "eine große Musikparty der Technofreaks. Insofern ging es uns darum zu zeigen: Wir sind eine Metropole, die auch für junge Menschen attraktiv ist." Der Strom von einer Million Menschen machte aus der Loveparade eine Todesparade. Obwohl die Loveparade - darin war sie berechenbar - immer wieder dem Streben nach Besucherrekorden frönte. Obendrein lief das Technofestival erst einmal weiter.

Kommerzielle Interessen
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Der Geschäftsführer von Ruhr 2010, Oliver Scheytt
"Ich finde es vor allem fragwürdig, dass Kollegen auf der Abschlusskundgebung weitergespielt haben", sagt DJ Hell. "Ich denke, es hätte sicher viele Möglichkeiten gegeben, das Ganze ausklingen zu lassen und auf keinen Fall noch eine Panik zu riskieren." Die Sicherheit der Menschen musste offenbar kommerziellen Interessen weichen. Ruhr 2010 scheint zum Erfolg verdammt zu sein. Doch das Massenphänomen Loveparade scheint erst mal erledigt. "Die Loveparade Ruhr wird es so nicht mehr geben", sagt Oliver Scheytt.

"Ich denke schon, dass man sich zusammensetzen sollte und neue Konzepte für Großveranstaltungen entwerfen", sagt DJ Hell. "Es werden mit Sicherheit strengere Sicherheitsvorkehrungen sein in Zukunft und hoffentlich auch bei anderen Festivals. Es geht nicht nur im um Technokultur." In Duisburg soll am 1. August 2010 auf einer zentralen Trauerfeier der Opfer der Loveparade-Katastrophe gedacht werden.

Sondersendung
"Kulturzeit kompakt"
vom 12.07. bis zum 13.08.2010
montags bis freitags, um 19.20 Uhr

Wiederholungen:
um 22.15 Uhr im ZDFtheaterkanal
um 09.35 Uhr auf 3sat
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© dpa bildfunkDie Geschichte der Loveparade
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DJ Hell zur Loveparade