Kulturzeit kompakt
In der Filiale der UBS-Bank in Zürich wird Kafkas Nachlass im Tresor aufbewahrt.
Streng geheim
Kafka-Manuskripte schlummern in Bank-Safe
Ein Schließfach in Zürich mit geheimnisumwitterten Inhalt: In einer Schweizer Bank spielt der vorerst letzte Akt eines Krimis. Die entscheidende Frage: Wem gehört das Erbe von Franz Kafka?
Seit Jahrzehnten sollen Kafka-Originalmanuskripte aus dem Nachlass seines Verlegers Max Brod im Tresor der UBS-Bank schlummern. Am 19. Juli 2010 wurde das Schließfach geöffnet. Was darin war, weiß der israelische Journalist Ofer Aderet: "Was gefunden wurde, sind tonnenweise Briefe, Papiere und Manuskripte - in großer Unordnung und verschiedenen Haufen. Jetzt wird hart daran gearbeitet, Ordnung zu schaffen und herauszufinden, was sich tatsächlich darunter verbirgt. Es wurden Teile der geheimen Tagebücher von Max Brod entdeckt. Was auch gefunden wurde - und das ist sehr interessant und wichtig für die Forschung - ist eine komplette Kurzgeschichte von Kafka selbst - in seiner eigenen Handschrift."
Franz Kafkas Nachlass gibt Rätsel auf.
Max Brod hatte alles an seine langjährige Mitarbeiterin Ester Hoffe vermacht. Nach ihrem Tode sollten ihre in Israel wohnenden Töchter Ewa und Ruth erben. Nur: das Familiengericht in Tel Aviv lehnt es bisher ab, den Erbschein auszustellen. Israels Nationalbibliothek erhebt nämlich ebenfalls Ansprüche auf den Nachlass. Der Inhalt der Schließfächer soll nun Aufschluss darüber geben, wer der rechtmäßige Besitzer ist. Doch ganz so einfach wird es nicht: In Tel Aviv, heißt es, existieren noch sechs weitere.
Sondersendung
"Kulturzeit kompakt"
vom 12.07. bis zum 13.08.2010
montags bis freitags, um 19.20 Uhr
Wiederholungen:
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um 09.35 Uhr auf 3sat
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