Heute ist man in Rechnitz bemüht, der Ortsgeschichte ausgewogener Rechnung zu tragen. Gedenktafeln und umgestaltete Mahnmale sollen an die Verbrechen und das geschehene Leid erinnern. Es sind erste Schritte in die richtige Richtung, die nicht zuletzt durch die Bemühungen des Vereins RE.F.U.G.I.U.S in Gang gesetzt wurden. Bei der jährlich stattfindenden Gedenkfeier für die Opfer des Massakers beim Kreuzstadl soll Bewusstsein für vergangenes Unrecht und für heutige Miss-Stände geschaffen werden. "Man sollte auf keinen Fall vergessen, was da passiert ist", so der Zivildienstleistende Tobias Stangl, "wie die Geschichte überhaupt begonnen hat. Die Gefahr besteht, dass sich Geschichte wiederholt." Um dies zu verhindern, bleibt nur die stete Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Vergangenheit, die trotz Angst, Schmerz und Widerstand stattfinden muss, um das Unfassbare für die Zukunft unmöglich zu machen.