Ausili zeigt das Kalb, betäubt mit einem Bolzenschuss, bevor die Kehle aufgeschnitten wird, das Schwein, durch einen Korridor getrieben bis zu dem Käfig, neben dem ein Mann mit einer elektrischen Zange steht. Der Tierarzt des Schlachthofes riet dem Fotografen, die Tiere nicht mit Menschen zu verwechseln. Natürlich nähmen sie wahr, dass etwas geschieht, so der Veterinär. Bei einem Menschen entstünden daraus Gefühle - bei einem Tier nicht. "Je länger ich Fotos machte, desto mehr zweifelte ich an seinen Worten", erzählt Ausili. "Ich habe gesehen, wie unterschiedlich die Tiere in den Tod gehen. Manche schienen zu weinen, andere kämpften, wollten fliehen, wieder andere wirkten geradezu stoisch. All das kommt mir sehr menschlich vor.“