Die Tragödie war auch für den polnischen Filmemacher Andrej Wajda ein persönliches Trauma. Bis in die 1990er Jahre beschuldigte Russland die Deutsche Wehrmacht, für das Massaker verantwortlich zu sein. Dass Wajdas Film "Katyn" 2009 erstmals in Russland zu sehen war, gilt als ein Zeichen der Entspannung. Der Tod des polnischen Präsidenten und seiner Delegation an diesem symbolischen Ort stellt die Beziehung zwischen den Ländern erneut auf den Prüfstand.