Doch zunächst werden die Kinder in den USA von den Einwanderungsbehörden zurückgehalten und verpflegt. Neue Berichte über Kinderschmuggel haben die US-Behörden alarmiert. Und auch das Waisenhaus, aus dem diese Kinder kommen, steht unter Verdacht.
Das Heim in Port au Prince heißt "Die Kinder Gottes", es ist teilweise zerstört. Viele der Kinder schlafen jetzt in Zelten. Der Manager heißt Pierre Alexis. Von Kinderschmuggel will er nichts wissen: "Wir haben noch 58 Kinder und wir haben auch einige neue bekommen", sagt er. "Wenn wir ihnen eine bessere Zukunft besorgen können, warum nicht? Lass sie gehen. Wir haben hier doch nichts mehr." Pierre macht keinen Hehl daraus, dass die meisten Adoptiveltern sich kleine, süße Babys wünschen. Ältere Waisen mit Gesundheitsproblemen werden meist ignoriert. Genau darum aber, warnen Experten, entsteht ein lukrativer Markt. Baby-Waisen werden "produziert".