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Zugespitze Islamdebatte: Muslima beim Beten
Die neuen Hassprediger
Islamophobie in den Feuilletons
Islamophobie ist laut Umfragen eine der großen Ängste in ganz Europa. Jetzt wird die Diskussion in den Reihen von Intellektuellen und Feministinnen ausgemacht, die den Islam kritisieren. Die Zuspitzungen in der Islamdebatte werden verbal immer militanter.
Henryk Broder und seine Schwestern Necla Kelek, Ayan Hirsi Ali oder Seran Ates sind "unsere Heiligen Krieger". Sie sind die "neuen Hassprediger" im Kampf der Kultur gegen den Islam, jedenfalls wenn es nach den Feuilleton-Redakteuren Claudius Seidl und Thomas Steinfeld geht. Kelek, Ali, Ates und auch Broder, bekannt für ihren Kampf gegen den islamischen Fundamentalismus, sind Ideologen in einem Kreuzzug "Westen gegen Islam".

Die christlichen Werte des Abendlandes seien die neuen Glaubensartikel einer Meinungsdiktatur, die sich über den Islam erhebt, so die Feuilletonisten. Und in der "taz" stimmt die Psychologin Birgit Rommelspacher mit ein. Im Gefühl zivilisatorischer Überlegenheit machten gerade die islamkritischen Feministinnen mit den Rechten gemeinsame Sache. Eine "Vorhut von Kämpferinnen" im Dienste der Fremdenfeindlichkeit? Plötzlich ist da auch der Nazi-Vergleich. Empörte Antworten lassen nicht lange auf sich warten. "Wer Muslime wirklich ernst nimmt, muss sie kritisieren", schreibt Hamed Abdel Samad - und spricht sogleich vom "feuilletonistischen Dschihad" gegen die Islamkritik. Die Polemik spitzt sich zu: Wer aber führt hier welchen "Heiligen Krieg"?

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Mediathek
Das Gespräch mit dem Islamwissenschaftler Stefan Weidner (21.01.2010)
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