Seine Kunst kommt an. Antonio Secci ist der wohl wichtigste zeitgenössische Künstler Sardiniens. Er hat bereits in New York, Mailand, Berlin und Basel und zuletzt zuhause an der Costa Smeralda ausgestellt. Studiert hat er bei Lucio Fontana, dem Gründer des "Movimento Spaziale", einer neuen Kunstrichtung im Italien der 1960er Jahre. Mailand war damals der Treffpunkt der künstlerischen Avantgarde in einer Zeit des Umbruchs. Das Aufschlitzen der Leinwand war eine radikale Geste, die den jungen Secci tief beeindruckte. Auf einmal war das Bild nicht mehr flach. Räume öffneten sich. Kunst wurde neu definiert. "Ohne Zweifel hat mich die Begegnung mit den 'Spazialisten' total verändert", sagt Secci. "Zuerst habe ich gedacht, die spinnen. Aber dann war die Begegnung wie eine Erleuchtung."