"Die Leute hier stecken den Kopf in den Sand und ducken sich vor den Problemen weg", sagt Niyaz, einer der wenigen gesellschaftskritischen Künstler, der drogensüchtig im Gefängnis saß. Er haust und malt in einer unwürdigen, engen Behausung. Doch immerhin durfte er jetzt sogar Aserbaidschan auf der Biennale in Venedig vertreten. Denn in diesem Land sind Familienbande alles. Und ein gütiges Schicksal wollte es, dass die Schwester der First Lady ein Auge auf den Außenseiter warf. Auch deren Schwager ist kulturell tätig, er malt dekorative, gefällige, harmlose Bilder. Doch er, der Mann aus dem Familienclan des Präsidenten, durfte das erste Museum Moderner Kunst bauen und es nach eigenem Gusto bestücken.