Dem Internetportal "wikileaks.org“ sind Sperrlisten anderer demokratische Staaten zugespielt worden. "wikilieaks.org" hat sie veröffentlicht. Legal ist das nicht, doch es entspricht dem Credo der Plattform, durch die Offenlegung geheimer Dokumente demokratische Transparenz zu schaffen. Bei der Überprüfung der Sperrlisten habe sich herausgestellt, dass mehr als nur Kinderporno-Seiten gesperrt würden. "Wir können zum Beispiel die Filterliste für Australien beobachten", sagt Daniel Schmitt von "wikileaks.org". "Da gibt es einen Zahnarzt, der auf der Liste steht. Es gibt religiöse Gruppierungen, die auf der Liste stehen. Es gibt Anti-Abtreibungsseiten, die auf der Liste stehen. Das Problem ist, das es ein geheimes Systems ist und dass dieses System keiner Revision durch die Öffentlichkeit unterliegt."