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Viel Platz für Sprachunterricht und fantasievolle Kulturarbeit
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Drei Schülerinnen finden Deutschland toll
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"Ich muss sagen, Nowosibirsk war unser Wunschort", sagte Klaus-Dieter Lehmann. Was hat den ehrwürdigen Verein, den Repräsentanten deutscher Kultur und deutscher Sprache, geritten? Nowosibirsk? Haben wir, gerade in Zeiten der Krise, nicht dringlichere Probleme beim interkulturellen Dialog? Vorsicht! Nowosibirsk, 5000 Kilometer östlich von Deutschland, Zentralstation der Transsibirischen Eisenbahn, ist ein letzter Knotenpunkt, bevor es endgültig in die Ferne geht. Sibirien reicht im Norden bis zum Arktischen Ozean, im Osten bis zum Pazifik. Da gibt es viel Platz, für Sprachunterricht und erst recht für fantasievolle Kulturarbeit. "Man kann Russland ohne Sibirien nicht denken", so Lehmann. Wir haben auch immer versucht, Russland von Moskau und St. Petersburg aus zu versorgen. Wir haben Lesesäle hier und Sprachzentren. Doch die Entfernung, 9000 Kilometer, ist nicht einfach zu überwinden."
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Die Zeiten der Schließungen von Instituten scheint vorbei
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Der Kaiser, die Klamotten: Es sind bisweilen kuriose Bilder, die sich hier, weit im Osten, mit den Deutschen verbinden. Da kann ein klein wenig Präzisierung nicht schaden. Aber nun gibt es ja ein Goethe-Institut. Ein Gründungsbüro zumindest, das schon bald wachsen soll. Und das ist wieder einmal ein Grund, um zu feiern - heitere Trendwende. Die Zeiten, da Goethe schrumpfte, Institute geschlossen wurden, scheinen erst einmal vorbei. "Dass wir ein Goethe-Institut gründen können, kommt in der letzten Zeit nicht so oft vor", sagt Julia Hanske, die
Institutsleiterin in Nowosibirsk. "Das ist eine große Chance für jemanden, der noch nicht lange am Goethe-Institut ist, eine wunderbare Gelegenheit, mitzubekommen, wie man ein Goethe-Institut aufbaut."
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Deutsch-russisches Bloggertreffen
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Das klingt freundlich, aber gibt es denn bei Goethe in Nowosibirsk gar keinen auch politisch akzentuierten Dialog? Es gibt ihn, jedenfalls am Rande. Das deutsch-russische Bloggertreffen war noch so ein Event zur Eröffnung. Ein Forum für Nachdenklichkeiten, auch über die in Russland allgegenwärtige Zensur. "Blogs sind die vermutlich freiesten Zonen in ganz Russland, zumindest wenn man es mit dem Fernsehen vergleicht", sagt ein Blogger. "In Blogs kann man deutlich mehr sagen als vor einer Fernseh-Kamera", so eine Kollegin. "Das ist eine Chance. Aber auch ein Blogger kann hierzulande unter Umständen seine Arbeit verlieren, wenn er etwas Unliebsames schreibt."
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