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Im Spanischen Bürgerkrieg gab es um 1937 blutige Grabenkämpfe. In den republikanischen Truppen kämpften auch viele Frauen, darunter Klara Thalmann aus Basel. Für einen Deutschen Dokumentarfilm kehrte Klara Thalmann 1984, drei Jahre vor ihrem Tod, nach Spanien zurück. Sie zeigt die Stelle, an der die Gräben lagen, und berichtet: "Hier konnte man nicht aufrecht stehen. Die hatten viele Maschinengewehre", berichtet sie. Thalmann war Mitglied der anarchistischen Durutti-Kolonnen, die an der Aragon Front vor Zaragoza lagen. "Einmal war es sehr heiß", berichtet sie, "und wir haben versucht, ins Wasser zu tauchen. Da haben sie angefangen zu schießen wie die Verrückten - das war sehr gefährlich."
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Zu zehn Monaten Gefängnis in der Schweiz verurteilt
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Klara Thalmann 1984 © DVD "Die lange Hoffnung"
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Als einzige Schweizerin kämpfte Klara Thalmann mit dem Gewehr in der Hand, als einzige Frau wurde sie dafür in ihrer Heimat zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Helen Moser, die 88-jährige jüngste Schwester von Klara Thalmann zeigt uns Fotos von ihrer Schwester und berichtet: "Sie war eine sehr lebendige Person und ich mochte sie sehr. In Basel gab es sehr viele Leute, die der Spanischen Republik beim Aufbau ihrer Demokratie helfen wollten. Das ist auch ein Grundgedanke der Schweiz - demokratisch zu leben."
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28 Frauen aus der Schweiz gingen nach Spanien
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Der St. Galler Publizist Ralph Hug hat die Rolle der Schweizerinnen im Spanischen Bürgerkrieg neu ins Bewusstsein gebracht. Im Nachlass eines Spanienkämpfers stieß er auf Fotos von Klara Thalmann unter Soldaten an der Front. Von den 780 Spanienkämpfern, die aus der Schweiz nach Spanien gingen, seien 28 Frauen gewesen, soweit er das habe feststellen können, sagt Hug. "Das sind ungefähr vier Prozent. Bei den Frauen ist es wie bei den Männern: Sie kommen aus denselben Schichten. Es waren eher Leute aus proletarischem Hause, aus der Arbeiterbewegung und durchwegs auch Frauen, die in einem linken oder gewerkschaftlichen Milieu groß geworden sind."
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Blutige Flügelkämpfe
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Innerhalb der heterogenen Antifaschistischen Truppen begannen blutige Flügelkämpfe. Die orthodoxen Kommunisten setzten sich schließlich gegen die Anarchisten durch. Es kam zu Säuberungen. Auch Klara und Paul Thalmann wurden von der stalinistischen Geheimpolizei verhaftet und wochenlang einzeln verhört. Um ihren Mann über den Inhalt der Verhöre zu informieren, sang Klara in der Zelle umgetextete Schweizer Volkslieder.
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 Peter Huber:
"Die Schweizer Spanienfreiwilligen: Biografisches Handbuch"
Rotpunkt Verlag 2009
ISBN-13: 978-3858693907 |  |
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 "Die lange Hoffnung"
(Dokumentarfilm)
BRD 1984
Medienwerkstatt Freiburg
erhältlich als DVD unter
"www.medienwerkstatt-freiburg.de" |  |
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 Medienwerkstatt Freiburg(Hrsg.):
"Die lange Hoffnung: Erinnerungen an ein anderes Spanien mit Clara Thalmann und Augustin Souchy"
Trotzdem Verlag 1985
ISBN 978-3-922209-54-6 |  |
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