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"Nichts gehört allein den Männern"
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Farah Diba und der Schah von Persien © dpa
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Im Alter von zehn Jahren verfasst die Tochter eines Journalisten ihre ersten Verse. Simin Behbahani wächst im bürgerlich intellektuellen Millieu der 1950er Jahre Teherans auf. Der Schah von Persien hat gerade seine dritte Frau Farah Diba geheiratet, da erscheint der erste Gedichtband Simin Behbahanis auf dem Markt. Hautnah erlebt sie die wechselvolle Geschichte ihres Landes - zwischen Elend und Prunk der Schahzeit. Vor allem mit ihren Liebesgedichten macht sie sich im vorrevolutionären Iran einen Namen. Literarisch begeht sie damit einen Tabubruch, denn die Liebe ist ein traditionelles Männerthema in der persischen Poesie. Behbahani sieht das anders. "Nichts gehört allein den Männern", sagt sie. "Wieso sollen die Männer die Liebe für sich beanspruchen? Die Liebe ist für mich ein Symbol für Fortschritt, Engagement und Intellekt."
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"Ich werde mich nie einschüchtern lassen"
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Einen ersten Hoffnungsschimmer gibt es 1997. Mit der Wahl des reformorientierten Mohammad Chatami zum Präsidenten, glaubt Behbahani wie viele Perser an eine iranische Perestroika. Ein Jahr später gründet sie den unabhängigen Schriftstellerverband mit. Doch die konservativen Hardliner schlagen brutal zurück. In den so genannten Kettenmorden werden einige Schriftstellerfreunde Behbahanis 1998 Opfer einer Mordserie. Auch Simin Behbahnai entgeht knapp einem Mordanschlag. Fürchtet sie um ihr Leben?
"Ich höre nicht auf solche Drohungen", sagt die Schriftstellerin. "Ich habe nur ein Leben und ich lebe dieses Leben. Ich habe nie daran gedacht, dass man es mir nehmen könnte. Ich werde mein Leben zu Ende führen und werde mich nie einschüchtern lassen."
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