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Streit ums Rückkehrrecht
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"Wenn wir einen palästinensischen Staat wollen", so Sari Nusseibeh, "dann heißt das per Definition, dass es ein Staat neben Israel sein wird: die Zweistaaten-Lösung. Das Rückkehrrecht der Flüchtlinge nach Israel selbst müssen wir dann aufgeben, andere Lösungen für das Flüchtlingsproblem finden: Zuerst einmal muss Israel das Problem, das Leid anerkennen, dann die Flüchtlinge finanziell entschädigen oder in einem palästinensischen Staat neu ansiedeln." Und, so meint der Historiker, Israel muss den Palästinensern Ost-Jerusalem als Hauptstadt zugestehen, wenn sie auf das Rückkehrrecht verzichten. Diese These nat ihm erbitterten Zorn eingehandelt: den Zorn der Straße, aber auch den vieler Politiker und Akademiker. Saji Salameh ist Universitätsberater für Migrations- und Flüchtlingsstudien. Das Rückkehrrecht, verankert in einer UN-Resolution von 1948, sei unantastbar, meint Salameh, der zu Zeiten Yassir Arafats dessen rechte Hand in Sachen Flüchtlingsfragen war.
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Projekt "Rückkehr 2008"
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Schon 1948, zu Beginn der palästinensischen Flüchtlingsströme, haben die Vereinten Nationen die Tragödie dokumentiert, in Filmen wie dem "Sand der Sorge". "Al Nakba", die Katastrophe, nennen die Palästinenser die Staatsgründung Israels - bis heute. Die Kinder von damals sind ewig heimatlos geblieben. "Rückkehr 2008" heißt das Projekt, für das die Flüchtlinge zusammen mit der Palästinenserregierung in Pressekonferenzen die Werbetrommel rühren. Am 60. Unabhängigkeitstag Israels wollen Millionen Palästinenser die Grenzen stürmen: vom Westjordanland aus, vom Gazastreifen, von Ägypten und Jordanien, von Libanon und Syrien.
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 Sari Nusseibeh, Anthony David, Gabriele Gockel, Katharina Förs
"Es war einmal ein Land. Ein Leben in Palästina"
Antje Kunstmann 2008
ISBN-13: 978-3888975103
24,90 € |  |
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