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Das Publikum verlangt nach Anti-Schwulenliedern
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Selbst die Musikindustrie macht dabei mit. Fast alle Musikstars Jamaikas haben seit einigen Jahren Anti-Schwulenlieder in ihrem Repertoire. So singt die Gruppe T.O.K.: "Siehst Du Homos in einem Homo-Auto, brennt sie nieder!" Und "Siehst Du Homos in einer Homo-Bar - fackelt sie ab!" In Europa dürfen die so genannten Hass-Songs nicht mehr aufgeführt werden, in Jamaika aber verlangt das Publikum danach. Also werden sie auch gesungen, meint der Musikpromoter Dennis Howard. Er sieht darin weniger ein moralisches, als ein Marktproblem.
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"Homosexuelle sind leichte Opfer"
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"Eine so gewaltbereite Gesellschaft wie Jamaika braucht Opfer", erklärt die Vertreterin von Amnesty International, Maria Carla Gullotta. "Und Homosexuelle sind leichte Opfer. Sie werden in die Illegalität gezwungen, sind rechtlos und ihnen wird jede Würde abgesprochen." Das einzige, was helfen könne, sei Druck von außen, ergänzt Garreth. "Uns hören sie hier einfach nicht zu. In Jamaika leben wir wie hinter Gittern."
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 Robert Aldrich:
"Gleich und anders. Eine globale Geschichte der Homosexualität"
Murmann Verlag 2007
ISBN-13: 978-3938017814
36 € |  |
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