 |
|
Belgienanhänger gehen auf die Straße
|
 |
|
Erst nach 30 Minuten erklärt der Moderator, dass dies alles eine Fiktion sei. In der Zwischenzeit jedoch - und das ist keine Fiktion - ist das Telefonnetz des Senders lahmgelegt und auch bei der Polizei steht das Telefon nicht mehr still. Belgienanhänger versammeln sich vor dem Königshaus und demonstrieren für ihr Land. "Ich habe zu meinem Mann gesagt, lass uns gleich zum Palast fahren", sagt eine Frau. Und eine andere Frau meint: "Wir sind gekommen, weil wir ein einheitliches Belgien wollen."
|
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
|
Sender: Wir wollten eine überfällige Diskussion anstoßen
|
 |
|
Auch über die Konsequenzen hatte das Programm berichtet. Ein in Flandern und Wallonie geteiltes Belgien würde neue Briefmarken erfordern, neue Farben für die Polizei, Pässe, neue Nummerschilder und jedes Telefongespräch in den anderen Landesteil werde teurer, weil es nun ein Auslandsgespräch sei.
In einem Radio-Programm am nächsten Mittag verteidigte die Sendeleitung ihr Vorgehen. Man wollte mit diesem außergewöhnlichen Sendeformat eine längst überfällige Diskussion im Land anstoßen.
"Wir wollten nicht schocken, niemanden aus der Fassung bringen und bieten jedem unsere Entschuldigung an, der emotional reagiert hat", sagt RTBF-Intendant Jean-Paul Philippot.
|
 |
|
 |
|  |


|