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Arbeiter und Künstler schätzen Brooklyns moderate Mieten
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Brooklyn, nur durch den East-River von Manhattan getrennt, wird architektonisch weitgehend von den so genannten Brownstones geprägt. Hier wohnen viele Arbeiter und Künstler, die sich die horrenden Mieten von Manhattan nicht leisten können. Viele Anwohner fürchten die Zerstörung ihres Stadtteils und Preissteigerungen, unter ihnen der Schriftsteller Jonathan Lethem. In seinem Bestseller "Die Festung der Einsamkeit" beschrieb er seine Kindheit in Brooklyn. Für Diskussionen sorgte er mit einem vielbeachteten offenen Brief an Frank Gehry, seiner Kritik "von Künstler zu Künstler". "Ich habe hier vor allem eine Frage aufgeworfen: 'Ist nicht Kunst - in diesem Falle Architektur - , die einen so großen, unwiderruflichen und oft unerwünschten Einfluss auf das Leben von so vielen Menschen hat, nicht letztlich ein politischer Akt?' Ich habe nicht Gehrys Fähigkeiten oder seine Absichten als Künstler in Frage gestellt, aber seine vielleicht unbeabsichtigten Aktionen als politisches Wesen", so Lethem.
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"Das wird mitten in eine feine städtische Struktur geknallt"
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Kritiker wie Franics Morrone, der an der New York University lehrt und Architekturbücher über Brooklyn verfasst hat, finden das ganze Projekt verfehlt, trotz Gehry: "Keiner bezweifelt, dass Frank Gehry ein sehr talentierter Architekt ist", sagt er. "Aber er ist ein Architekt, dessen Stärken vor allem auf relativ kleinen Flächen liegen. Er kreiert Gebäude als Objekte, die nichts mit ihrer Umgebung zu tun haben und keinen Versuch unternehmen, sich in diese Umgebung zu integrieren. Das hier ist ein Projekt, dass es in dieser Größenordnung bislang nicht nur nicht in Brooklyn, sondern überhaupt nicht in New York gibt, ja nicht einmal in den ganzen USA. Und das wird mitten in eine sehr feine und schöne städtische Struktur hereingeknallt."
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Lethem: Politische Manipulation würgt Diskussion ab
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Jonathan Lethem, Schriftsteller
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"Das hier ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie politische Manipulation eine Diskussion abwürgen kann", bemerkt Lethem. "Jeder, der für das Projekt ist, will preiswerte Wohnungen und Jobs. Aber es gibt unzählige andere Vorschläge, mit denen das für unsere Gemeinde viel besser erreicht werden könnte. Warum sollten wir uns von diesem einen willkürlichen Ratner-Vorschlag vor vollendete Tatsachen stellen lassen?"
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