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Chinas melancholischster Schauspieler
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Zhongliang wird von Leslie Cheung gespielt. Für mich war Cheung, der sich vor etwa drei Jahren das Leben nahm, der eleganteste, melancholischste Schauspieler Chinas. In diesem Film spielt er einen Frauenvernascher und Kleingangster. Er erpresst reiche, ältere Damen, um sich so im Verbrechersyndikat hochzuarbeiten.
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Überschaubares Bonusmaterial
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Das Bonusmaterial ist überschaubar. Liebenswert sind die Albereien im Making-of. Leider gibt es kein Interview mit Kameramann Chris Doyle. Das hätte ich mir gewünscht. Aber immerhin Statements von Regisseur Chen Kaige, der mit "Lebewohl meine Konkubine" berühmt wurde: "Lebewohl meine Konkubine handelt davon wie die Gesellschaft die Gefühlswelt eines Mannes prägt. 'Verführerischer Mond' nun will die emotionale Verfassung des männlichen Hauptcharakters von innen ausleuchten. Es geht hier mehr um Intuition, um Instinkte, weniger um die Vernunft als lenkende Kraft", sagt der Regisseur. Hauptdarstellerin Gong Li meint: "In 'Lebewohl meine Konkubine' waren Leslie und ich eher Feinde. Wir kämpften um den gleichen Mann. In 'Verführerischer Mond' hingegen sind wir in unseren Gefühlen für einander gefangen."
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Wunderbare Bilder
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Aus Zhongliangs Erpressungsversuch wird nichts. Die Gefühle! Liebesszenen finde ich im Kino leider oft einfallslos fotografiert. Nicht so, wenn Chris Doyle durch die Kamera schaut. Er schenkt den Zweien einen wirbelnden Pas-de-deux. Liebende drehen sich umeinander.
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 "Verführerischer Mond"
China 1996
Regie: Chen Kaige
Darsteller: Leslie Cheung, Gong Li, u.a.
Kinowelt (Arthouse) 2005
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