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Sollte Bildung möglichst praxisnah funktionieren?
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Die Praxis- und Lebensnähe von Bildung halten 93 Prozent für wichtig. 81 Prozent befinden die Orientierung an internationalen Standards für wichtig - sieben Prozentpunkte mehr als zu Anfang des Jahres. Deutschland will also mehr denn je mithalten können. Studieren in Harvard oder Princeton scheint vielen wie ein ferner Traum. Doch eine Crème de la Crème der Unis soll nun auch hierzulande entstehen: Am 23. Juni haben die Ministerpräsidenten der Länder dem Programm zur Förderung von Elite-Hochschulen zugestimmt. Das heißt: 1,9 Milliarden Euro fließen in den nächsten sieben Jahren in Deutsch-Oxford oder Cambridge. Die Entscheidung passt zum Trend.
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Wie steht es um die Elitenförderung?
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Eliteförderung, dieser Wert ist im Vergleich zum letzten Herbst gestiegen: 63 Prozent der Befragten wollen, dass eine so genannte Elite von Schülern oder Studenten stärker gefördert wird. Und fast die Hälfte, also 43 Prozent, sind für eine kürzere Ausbildungsdauer. Ob in der Schule oder an der Uni - jeder soll also immer schneller immer bessere Leistung bringen. Das Programm zum Superhirn muss allerdings noch geschrieben werden. Doch die kleinen Denkmaschinen sollen ihre Speicherkapazität möglichst effizient nutzen. Sprich: Spam-Mails wie Kunst- oder Musikstunden einfach löschen.
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Welche Schulfächer sollten gekürzt werden?
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Fast die Hälfte der Befragten hält Religion für überflüssig, daran hat sich in den letzten drei Monaten kaum etwas geändert. Wie beim letzten Bildungsbarometer würde jeweils 15 Prozent Ethik und Philosophie oder den Kunstunterricht weglassen. Auf Musik könnten zehn Prozent verzichten, neun Prozent auf Sport und fünf Prozent auf sonstige Fächer.
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Sollten Lehrer verbeamtet werden?
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Nicht nur die Schüler sollen funktionieren. Effizienz ist auch bei den Lehrern angesagt. Die Devise lautet: Lehrer sollen entsprechend ihrer Leistung bezahlt werden. Bisher galt das Beamtentum der Lehrer als sakrosankt. Wir haben gefragt, ob die so genannten heiligen Kühe des deutschen Schulsystems wirklich so unumstößlich sind. Dabei kam heraus: Lehrer sollten nicht verbeamtet, sondern angestellt werden, sagen 86 Prozent. Knapp ein Drittel, also 31 Prozent der Befragten, finden zudem, dass auf das Sitzenbleiben verzichtet werden sollte. Und immerhin 28 Prozent halten Schulnoten für überflüssig.
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Sollten generell Studiengebühren eingeführt werden?
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Insgesamt halten die Deutschen an Althergebrachtem fest und scheuen radikale Veränderungen im Bildungssystem. Auch beim Thema Studiengebühren sind die meisten konservativ. 42 Prozent sind zwar für Studiengebühren - in der Hoffnung, dass die Qualität des Studiums dadurch besser wird. Aber mehr als die Hälfte, also 58 Prozent, wollen nicht aus eigener Tasche für ein Studium aufkommen.
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