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Utopie mit Handlungsperspektive
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"Mit unseren Ideen wollen wir auf die Krise der Linken reagieren", sagt Hardt. "Eine Linke, die oft noch immer in überkommenen sozialen Strukturen denkt. Sie verharrt in einer Art Nostalgie für nicht mehr zeitgemäße Gesellschaftsmodelle. Deshalb wollen wir einen Ausweg aufzeigen."
Der Anspruch von Hardt und Negri ist also Marx und Engels auf den neuesten Stand zu bringen. Ihre Anhänger priesen "Empire" gar als Kommunistisches Manifest des 21. Jahrhunderts. Jetzt legen Hardt und Negri nach und stellen der Analyse der herrschenden Verhältnisse eine Utopie mit konkreter Handlungsperspektive gegenüber.
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Kraft aus der Vielfalt
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Vor allem das Internet soll die Grundlage der neuen Weltgesellschaft namens "Multitude" bilden. Es erlaubt den Menschen, sich zu verabreden, gemeinsame Interessen zu benennen und so weltweit die direkte Demokratie zu praktizieren. "Spätestens seit den Protesten von Seattle und den jüngsten Antikriegsdemos sehen wir eine neue Form der Zusammenarbei", sagt Hardt. "So gehen etwa Umweltschützer, Genderaktivisten und Bürgerrechtler gemeinsam auf die Strasse, ohne dabei ihre unterschiedlichen Ziele und Eigenheiten aufzugeben. Das ist neu - und genau dadurch unterscheidet sich die 'Multitude' auch von herkömmlichen Parteien und sozialen Klassen, die sich durch ihre Einheitlichkeit auszeichnen. Die neuen Netzwerke dagegen sind offen, beziehen Kraft aus ihrer Vielfalt."
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 Michael Hardt und Antonio Negri:
Multitude. Krieg und Demokratie im Empire
Campus Verlag 2004
ISBN: 3593374102
ca. 34,90 €
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