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"Mein Buch lädt dazu ein, über den Alltag, über den Kontoauszug hinauszuschauen", sagt Enzensberger über seinen neuen Gedichtband. "Der Blick zum Himmel lehrt uns Gelassenheit und Bescheidenheit. Wir sind alle geneigt, uns zu wichtig zu nehmen." Er hat sein eigenes Lebens-Rezept: "Wenn man sich an einem Sommertag auf eine Wiese legt und einfach so den Blick nach oben richtet und die Wolken an sich vorbeiziehen lässt - ich finde, das ist doch besser als die Psychotherapie, als irgendwelche Pillen zu schlucken", meint der Poet. "Sie können die Natur ja gar nicht vermeiden. Es ist ja irgendwie eine Art von Blindheit, so zu tun. Auf dem Tisch steht ein Salat - ist das jetzt Natur? Und was ist mit uns selber? Ist mein Gehirn Natur oder was?"
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