Zur Kultfigur des deutschsprachigen Musik-Kabaretts avancierte er mit der schwungvollen Moritat vom "Taubenvergiften im Park" (1955), die ihm einen Plagiatsvorwurf einbrachte. Mit der allgemeinen Politisierung der Gesellschaft Ende der 1960er Jahre mischten sich zum zynisch-provokanten Humor der Kreisler-Texte auch politisch-progressive Inhalte, wie zum Beispiel in seinem Programm "Protest nach Noten" (1968). Obwohl Kreisler nach Kritikermeinung einer der besten, tiefsinnigsten und vielseitigsten deutschsprachigen Kabarettisten blieb, wurde ihm der große Erfolg oft verwehrt. Man nahm ihm den festen Sendeplatz im Fernsehen, den er seit 1968 mit seiner Kabarett-Serie "Die heiße Viertelstunde" besetzte, und spielte ihn in Radioprogrammen nur selten.