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Der biologische Unterschied
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Für Pinker bestimmen Hormone und Chromosome den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Zusammen mit den neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaft über die Asymmetrie der Hirnhälften sei unser biologisches Geschlecht die einzige nachweisbare Bestimmung. Für Christel Eckart, Soziologin an der Universität Kassel, bleibt Susan Pinker jedoch in der Beschreibung stecken, geht nicht weit genug, zieht keine gesellschaftlichen Konsequenzen. "Der Hinweis auf Biologie, Gehirne, Hormone kann an manchen Stellen eine Anregung sein, sich auch an den Körper zu erinnern", so Eckart. "Aber es ist nicht eine Legitimation, eine Unterscheidung, die stehen bleibt." Die bloße Feststellung, dass wir als Mann und Frau leben, sei eine Trivialität, so alt wie die Menschheit, und müsse nicht immer mit großer Verve hervor gehoben werden.
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Glaube an die Chancengleichheit
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Wir dürfen den Körper und damit die Natur des Menschen nicht marginalisieren, sagt Susan Pinker. Aber ihre Kritiker werfen ihr vor, dass sie damit jeden politischen Veränderungswillen durch die Frauen erstickt. “Ich glaube, die Vorstellung, das die Biologie als Vorwand genommen wird, die Wahlmöglichkeiten von Frauen einzuschränken, ist ein großes Missverständnis des Buches und auch meiner Ideen", so Pinker. "Ich glaube fest an die Chancengleichheit. Wenn wir uns ansehen, was Frauen idealtypischerweise wollen, so wollen 60 bis 80 Prozent der europäischen und amerikanischen Frauen ihre Arbeit mit der Familie kombinieren." Es gäbe viele Untersuchungen, die zeigen, dass Frauen weder Geld noch Macht oder Karriere oben auf ihrer Liste führen. Sie wollen Flexibilität und Autonomie am Arbeitsplatz, wollen mit Menschen zusammenarbeiten, die sie respektieren. Und dennoch wird Erfolg seit den 1970er Jahren darauf reduziert, wieviel jemand verdienen.
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 Susan Pinker
Übersetzung: Maren Klostermann
"Das Geschlechter-Paradox: Über begabte Mädchen, schwierige Jungs und den wahren Unterschied zwischen Männern und Frauen"
DVA 2008
ISBN-13: 978-3421043610 |  |
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