Der Gotteswahn
von Richard Dawkins
"Ich bin ein Gegner der Religion, denn sie bringt uns bei, dass wir uns damit zufrieden geben, die Welt nicht zu verstehen", so Richard Dawkins. Und verstehen will er sie. Der Evolutionsbiologe und Mitglied der Bright-Bewegung hatte bereits mit seinem ersten Buch "Das egoistische Gen" für Diskussionsstoff gesorgt. Jetzt hat er mit "Der Gotteswahn" eine Streitschrift wider die Religion veröffentlicht. Dawkins' These: Der Glaube an übernatürliche Mächte bringe die Menschheit davon ab, ihre Welt zu begreifen, und die wahren Gründe ihrer Entstehung zu erforschen. Religion sorge darüber hinaus für Terror und Zerstörung. Dawkins redet den Naturwissenschaften ins Wort und plädiert im Geiste der Aufklärung für weniger Religion und mehr Vernunft.
Der Biologe Richard Dawkins, 1941 in Nairobi geboren, promovierte an der Oxford University in Zoologie. Bis 1995 war ist er dort Dozent am New College. Sein 1976 veröffentlichtes Buch "Das egoistische Gen" ("The Selfish Gene"), gilt heute als Standardwerk der Evolutionsbiologie und ist ein internationaler Bestseller. 1997 wird Dawkins zum Mitglied der Royal Society of Literature gewählt, vier Jahre darauf zum Mitglied der Royal Society. Dawkins ist der erste "Charles Simonyi Professor of the Public Understanding of Science". Auf der Frankfurter Buchmesse wird er 2007 mit dem Deschner-Preis der Giordano Bruno-Stiftung ausgezeichnet., weil er in herausragender Weise zur Stärkung des säkulären, wissenschaftlichen und humanistischen Denkens beigetragen habe, so die Begründung der Jury. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Das Gespräch mit Richard Dawkins am 3sat-Stand (12.10.2007)
Richard Dawkins
"Der Gotteswahn"
Ullstein 2007
ISBN-13: 978-3550086885
22,90 €
Buchmesse Frankfurt 2007
Gottes Werk und Darwins Beitrag - Über den Versuch, Evolution als Schöpfungsgeschichte zu erzählen
Oktober 2007 / Kulturzeit / sn/se
zurück
Seitenanfang
Druckversion
Artikel versenden
3sat
/
Kulturzeit
[E-Mail]