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Westbesuch
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Anderthalb Jahre bevor die Mauer fiel, besuchte Helmut Kohl noch einmal die DDR. Es war eine ungewöhnliche Reise, denn sie fand mehr oder weniger heimlich statt. Ohne Pressetross verbrachte der damalige Bundeskanzler gemeinsam mit seiner Frau, seinem Sohn und zwei Mitarbeitern drei Tage in Begleitung von Erich Honecker in der DDR. Sie besuchten ein Fußballspiel, schlenderten durch die Straßen. Doch hinter den Kulissen war die Stasi aktiv und sorgte dafür, dass in den Städten Gotha, Weimar, Erfurt, Dresden und Saalfeld nichts Auffälliges geschah. Ausreisewillige und West-Sympathisanten wurden kontrolliert und vom Kanzler ferngehalten, sodass sie kein Aufsehen erregen konnten. In den Geschäften, die Kohl besuchte, gab es plötzlich ein reichhaltiges Angebot an Waren. In den Hotels, in denen er wohnte, funktionierte erstaunlicherweise die Wasser und Stromversorgung. Jan Schönfelder und Rainer Erices berichten erstmals in ihrem Buch von diesem ungewöhnlichen "Westbesuch".
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 Jan Schönfelder, Rainer Erices:
"Westbesuch. Die geheime DDR-Reise von Helmut Kohl"
Bussert & Stadeler 2006
ISBN 3932906756
14,90 € |  |
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