Verkehrskollaps in Paris
Eine Stadt zerstört sich selbst! 11 Millionen Menschen leben im Großraum Paris, damit ist Paris die größte Stadt Westeuropas – und steht jeden Tag erneut vor dem Kollaps. Sie droht im Verkehr zu ersticken, im wahrsten Sinn des Wortes.
Die Ermittlung der Schadstoffbelastung
Wer erfolgreich kämpfen will – muss seinen Feind kennen. Paris rückt dem Verkehr jetzt wissenschaftlich zuleibe. Regelmäßig sind Messtechniker in der ganzen Stadt unterwegs, um Lärm und Abgase zu dokumentieren und an das Luftkontrollinstitut zu liefern
Die Datensammler
Fünf Millionen Autos bewegen sich pro Tag in Paris. Jedes wird mindestens einmal am Tag registriert. In der der zentralen Verkehrsüberwachung werden die Daten gesammelt, jeder Stau seine Dauer, Länge, Ursache registriert.
Der Tod lauert im Verkehr
Auf den Straßen von Paris informieren elektronische Tafeln die Menschen über die Luftqualität. Ab Skalenpunkt 5 wird es für den Pariser gefährlich: der Schadstoffgehalt nähert sich einem kritischen Punkt. Hohe Abgasbelastung führt nach neuesten Studien zu 20-30% mehr Arztbesuchen und zu 10% mehr Patienten in den Krankenhäusern.
Der Prototyp einer neuen U-Bahn
Die Metro von Paris ist eine der ältesten der Welt und auch eine der besten. 4,6 Millionen Menschen am Tag durch sie befördert. In der Innenstadt operiert die Metro am Anschlag. Ein weiterer Ausbau ist nicht möglich. Paris ist nahezu komplett untertunnelt. Und wächst doch immer weiter. Immer mehr Menschen aus dem Großraum drängen täglich in die Stadt.
Die Straßenbahn fährt wieder
Das Metrosystem von Paris ist eines der ältesten der Welt und sternförmig gebaut. Alle Linien laufen von den Außenbezirken auf den Stadtkern zu. Die Endstationen draußen sind nicht vernetzt. Menschen, die eigentlich nur am Stadtrand von A nach B fahren wollen, müssen zunächst ins Zentrum. Dort können sie in eine andere Metrolinie umsteigen, die sie schließlich in den gewünschten Außenbezirk bringt. Eine Zeitverschwendung und organisatorische Fehlleistung.


Wiederholung der Sendung im ZDFdokukanal



Noch sind sie selten, aber ihre Zahl wächst. Immer mehr Menschen in Paris versuchen, mit dem Fahrrad durch das Gewühl zu kommen. Ungeachtet der schlechten Luft – mit dem guten alten Fahrrad kommt man zurzeit immer noch am schnellsten durch die Stadt. - Wenn man mutig ist. In fünf Jahren hat sich die Zahl der Radfahrer verdoppelt, so Schätzungen aus dem Rathaus. Dies sei auch ein Resultat der Umbaumaßnahmen sagen die Stadtplaner. Die Busspuren dürfen nun auch als Radwege genutzt werden. Das ist jedoch noch nicht sicher genug. In der Planung sind deshalb weitere separate Radstrecken.



Eine Rundreise durch den Pariser Verkehr

17. August 2006 / Webfertig: Michael Schneider | Film Andrea Hauner UND Janine Bechthold
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