Das große Beben
Wissenschaft zwischen Präzision& Chaos
Wenn die Erde bebt, ist der Mensch hilflos. Im letzen Jahrhundert sind mehr als drei Millionen Menschen durch Erdbeben getötet worden. Allein beim Beben in Pakistan im Oktober 2005 starben fast 80.000. Niemand sah die Katastrophe kommen. Die Beben kommen zu schnell und jede Warnung zu spät. Doch bis heute kann sie niemand Erdbeben verlässlich vorhersagen. Dabei ist die Suche nach den Vorboten der Katastrophe überlebenswichtig.
Istanbul - MegaCity und Erdbebengebiet
Istanbul lebt mit einem sehr hohen Erdbebenrisiko. In der türkischen Metropole am Bosporus kann das große Beben jederzeit kommen. Mit offiziell mehr als 14 Millionen Einwohnern gilt Istanbul als MegaCity. Jedes Jahr wächst die Stadt um mindestens 250.000 Menschen. Niemand kennt die genauen Zahlen, und viele Wohngebäude wurden schnell und oftmals illegal errichtet. Wenn das Beben kommt, werden solche Gebäude zuerst zusammenstürzen
Schlüssel Vorläuferphänomen
Bebt die Erde in einer Millionenstadt, droht den Bewohnern eine Katastrophe. Vorhersagen können helfen, diese zu verhindern. Wissenschaftler untersuchen so genannte Vorläuferphänomene, um in Zukunft Aussagen über ein drohendes Erdbeben machen zu können
Erdbebenforschung aus dem All
Längst ist die klassische Geophysik in den Weltraum aufgebrochen. Doch Satelliten vermessen aus dem All nicht nur die Bewegungen der Kontinentalplatten. Seit November 2004 misst der französische Kleinsatellit Demeter aus dem Orbit sogar Erdbeben ab einer Stärke von fünf auf der Magnitudenskala
Seismographen geben Auskunft
In der Region Istanbul entstehen fast 50 Prozent der gesamten türkischen Wirtschaftsleistung. Die Stadt, die Asien mit Europa verbindet, ist für die Türkei wie für Europa von zentraler Bedeutung. Am Kandilli Observatorium für Erdbebenforschung konzentrieren sich die Wissenschaftler auf die genaue Aufklärung des Grabenbruchs vor Istanbul


Der Themenschwerpunkt "Technik "

12. Februar 2006 / Netzfertigstellung: Michael Schneider | Autor: J.A.Kantara
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