Kleine Atome - Große Probleme?
In Deutschland beschränkt man sich nicht nur auf die Endlagerung von atomaren Abfall, sondern sucht auch nach Alternativen. In Jena wollen Wissenschaftler Atomkerne so verändern, dass sie keine schädliche Strahlung mehr abgeben können. Das wäre in der Tat die perfekte Lösung aller Probleme. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, an dessen Ende die Antwort auf die Frage nach dem Umgang mit unserer strahlenden Müllkippe stehen muss.
Das Endlager in Gorleben
Schon 1977 fasste die Bundesregierung den Salzstock in Gorleben als möglichen Endlagerstandort ins Auge. Unabhängig davon werden seit 1984 im Zwischenlager Gorleben schwach – und mittelradioaktive Abfälle, und seit 1995 auch Castorbehälter mit hochradioaktivem Inhalt verwahrt. Bis zum Jahr 2040 rechnet man in Deutschland mit insgesamt 320.000 Kubikmeter radioaktivem Abfall.
Gesteinserkundung in Gorleben
Das Lager in Gorleben von außen
Über das Gestein des Salzstocks in Gorleben wissen die Geologen sehr genau Bescheid. Beinahe 20 Jahre haben sie diesen Salzstock vor Ort und im Labor erforscht. Rund 1,4 Milliarden Euro sind bereits in dessen Erkundung in 840 Meter Tiefe geflossen. Allein in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover, kurz BGR, lagern mehr als 10 Kilometer Bohrkern aus dem Salzgestein von Gorleben.
Ton ist die Alternative
Salzgesteine sind aber nicht die einzigen Gesteinsformationen, die für ein Endlager in Frage kommen. Eine Alternative ist Ton. Deshalb beteiligen sich deutsche Wissenschaftler auch an der Erforschung von Tongestein. Da ist zum einen das sehr junge Projekt in Bure, Frankreich am östlichen Rand des Pariser Beckens, das erst 1999 begonnen wurde. Das zweite große europäische Projekt liegt am nordwestlichen Zipfel des Schweizer Kantons Jura im Mont Terri bei St. Ursanne.
Ist Transmutation ein Ausweg?
Immer wieder taucht im Zusammenhang mit Endlagerung die Frage auf, ob es der Forschung irgendwann einmal möglich sein wird, atomaren Abfall unschädlich zu machen? Transmutation heißt hier das Schlagwort. Und genau das ist es, woran die Wissenschaftler der Universität Jena am Institut für Optik und Quantenelektronik gemeinsam mit Kollegen in Karlsruhe arbeiten.

Sonntag, 13. Juli um 16.00 Uhr - Wiederholung von 2005

taz.de: "Illegales Endlager Asse leckt"

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Atommüll entschärfen

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