"wissen aktuell": Licht - strahlendes Universum
Ein Wissensabend in 3sat
Nichts ist so schnell, so genau und so kraftvoll wie das Licht. Licht kann messen, kontrollieren und Unsichtbares sichtbar machen. Licht ist einer der wichtigsten Energieträger der Zukunft und dient als Informationsspeicher. Selbst Licht, das wir Menschen nicht sehen können, im infraroten und ultravioletten Bereich, machen wir uns zunutze. Licht ermöglicht uns sogar eine Zeitreise zu den Anfängen des Universums, denn das Licht ferner Galaxien zeigt uns die Welt zum Zeitpunkt der Lichtabstrahlung.
Ein Lichtstrahl braucht von der Sonne zur Erde 8 Minuten und 19 Sekunden. Mit einer Geschwindigkeit von knapp 300 Tausend Kilometern in der Sekunde transportiert er Energie in Form von Licht. Nichts ist so schnell, so genau und so kraftvoll wie das Licht.
Aus Licht wird Leben
Natürlich Licht!
City Lights
Leuchtpixel
Himmelblau und Abendrot
Licht & Wärme
Einmaleins des Lichts
Lichtwunder Laser
Quantensprung mit Licht
Kurz belichtet
Im Rotlichtmilieu
Lichtblick im Universum
Dunkle Materie
Energievisionen
Blitzschnell rechnen
Aus Licht wird Leben
Vor drei Milliarden Jahren sah unser Planet ganz anders aus. Der dünnen Erdkruste entweichen schweflige, giftige Gase. Von Sauerstoff keine Spur. Die Sonne schimmert durch einen Nebel aus Methan. Leben findet sich nur in der Nähe heißer Quellen. Winzige Organismen nutzen hier energiereiche Stoffe zum Überleben.
Natürlich Licht!
In Aldrans, Österreich, liegt das Lichtlabor von Christian Bartenbach. Licht heißt hier Tageslicht. Im Großraumbüro, wo Physiker, Mathematiker und Planer arbeiten, ist es angenehm hell. Eine Lampe an der Decke aber sucht man vergebens. Nur ein schmaler Lichtschacht läßt die Sonne rein. Über Spiegelwerfer wird das Licht im Raum verteilt.
City Lights
Noch nie zuvor wurde ein Gebäude auf diese Weise angestrahlt. Solche Fluter knallten bisher tausende von Watt gegen die historischen Mauern des Gebäudes. Und so sieht das Zunfthaus zur Meisen in Zürich mit dem neuen Beleuchtungs-Verfahren aus, das Luzius Huber und sein Team entwickelt haben.
Leuchtpixel
Hightechprojektionen auf Nebelwänden oder Sportereignisse auf Riesendisplays - die Oberflächen der Informationsgesellschaft sind im steten Wandel. Wissenschaftler arbeiten weltweit in unzähligen Laboren an einer verbesserten Abbildung unserer Umwelt. Und lassen uns dabei immer tiefer in virtuelle Welten eintauchen.
Licht & Wärme
Ob Sonne, Feuer oder Kerze - historisch sind für uns Licht und Wärme untrennbar miteinander verbunden. Und die Glühlampe setzt diese Tradition fort. Sie wandelt 95% der genutzten Energie in Wärme um. Anders die Energiesparlampe. Sie hat - wie ihre großen Schwestern die Leuchtstoffröhren - kaltes, grelles Licht, das wirkt besonders unangenehm. Leuchtstoffröhren erzeugen grün-gelbe Schattierungen, da ihnen der Rotanteil im Lichtspektrum fehlt.
Himmelblau und Abendrot
Abendrot - das ist Romantik pur. Doch wer die rosarote Brille absetzt, findet - pure Physik. Unsere Sonne sendet weißes Licht auf die Erde, das sich aus allen Farben des Regenbogens zusammensetzt. Doch wir empfangen nicht immer alle Farben des Lichtspektrums. Denn der Weg des Lichts in unsere Augen ist voller Hindernisse.
Einmaleins des Lichts
Nichts ist so schnell wie das Licht. Je mehr wir über dieses Phänomen wissen, desto rätselhafter erscheint es uns. Lichtstrahlen sind es auch, die den Londoner Augenarzt und Physiker Thomas Young Anfang des 19. Jahrhunderts nicht mehr los lassen. Um das Geheimnis des Lichts dreht sich seine Arbeit.
Lichtwunder Laser
Bereits 1917 beschrieb Einstein die theoretischen Grundlagen, die einmal zur Erfindung des Lasers führen sollten. Einstein hielt es für denkbar, Licht zu vervielfältigen. Damit würde es möglich sein, eine Lichtquelle zu schaffen, die Licht geordnet, gebündelt und mit faszinierenden Eigenschaften ausgestattet aussendet.
Quantensprung mit Licht
Genau genommen steht die Laser-Entwicklung noch immer erst am Anfang. Gerade 2005 erst gab es den Nobel-Preis für Physik für eine bahnbrechende Arbeit im Bereich des Lasers
Im Rotlichtmilieu
Gegenstände geben Infrarot- oder Wärme-Strahlung ab. Für uns Menschen wird diese nur durch eine aufwändige Technik sichtbar. Und die Bilder aus den Wärmewelten werden immer präziser und detaillierter. Genutzt wird der Blick ins Rotlichtmilieu von Industrie, Medizin und sogar von der Astronomie.
Kurz belichtet
Licht ist nichts anderes als elektromagnetische Strahlung. Je nach seiner Wellenlänge, können wir Menschen es sehen oder auch nicht. Wellenlängen von 780 nm und mehr - das ist die Infrarotstrahlung - sind für uns mit den Augen nicht wahrnehmbar. Wellen, kürzer als 400 Nanometer, werden als UV-Strahlen bezeichnet und auch sie sind für uns unsichtbar.
Lichtblick im Universum
Seit einiger Zeit „vermehren„ sich die Sterne des Orion geradezu inflationär. Der Grund: Es gibt immer bessere Teleskope. Die Forscher sprechen schon von einem kosmischen „Baby Boom„. Und so wie beim Orion geht es den Astronomen mit dem gesamten Universum.
Dunkle Materie
Das Universum. Zu 85 Prozent besteht es aus einer Materie, die wir nicht sehen können, weil sie kein Licht abstrahlt. Die Wissenschaftler stochern sprichwörtlich im Dunkeln. Sie wissen: diese Materie muss existieren, denn dieser Stoff scheint das zu sein, was das Universum zusammenhält. Sie haben ihn Dunkle Materie getauft.
Energievisionen
Die als Licht und Wärme auf die Erde auftreffende Menge an Sonnenenergie übertrifft den gesamten Primärenergiebedarf der Menschheit um ein Vielfaches. Nur leider verstehen wir es noch nicht gut genug, diese Energie effizient zu nutzen.
Blitzschnell rechnen
Ein Kristallwürfel der es in sich hat! Die Physikerin Cornelia Denz speichert mehr als 1000 Gigabyte Daten in diesem Speicherkristall – mit Licht! Hier werden die Daten nicht auf eine Oberfläche geschrieben, sondern das gesamte dreidimensionale Volumen des Speichermediums wird genutzt. So etwas nennen die Fachleute einen Holographischen Datenspeicher.

15. April 2009, um 10.30 Uhr

(Erstsendung: 23.01.2008)



Übersicht: "Wissen aktuell"

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18.12.2007 / hitec.online.mf
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