Der große Blackout
Das Stromnetz kann man auch mit einer Autobahn vergleichen. Und momentan gehört das Straßennetz einem großen Autokonzern, der auch noch als TÜV darüber wacht, welche Autos auf der Straße fahren dürfen. Laut einem Urteil des europäischen Gerichtshofes muss Deutschland die Eigentumsverhältnisse im Netz ändern, um schneller Innovationen zu ermöglichen.
Der Energiemarkt ist kaum vernetzt
Die Balance zwischen produzierte Leistung un Nachfrage ist wichtig
Das deutsche Stromnetz hat eine Länge von 1,6 Millionen Kilometern. Nur ein knappes Drittel davon sind als Freileitungen sichtbar. Der Rest liegt unter der Erde. Gemäß den Regeln der Physik, fließt der Strom dahin, wo der Widerstand am geringsten ist. Das heißt, im Netz muss ein ständiges Gleichgewicht herrschen zwischen Stromproduktion und Nachfrage. Ist die Balance zwischen der im Kraftwerk produzierten Leistung und der vom Verbraucher nachgefragten Energie gestört, verändert sich die Frequenz im Netz - es droht der Blackout.
Norwegen könnte die Batterie Europas werden
In diesem Wasser steckt jede Menge Energie
Norwegen ist aus europäischer Sicht das Land der unbegrenzten Energie. Auch dieser nördliche Teil Europas könnte an das neue „Hochleistungsnetz“ angeschlossen werden. Die Hälfte der Energie kommt im Winter als Schnee, der Rest im Sommer als Regen herunter. Riesige Seen und gigantische Staubecken halten das kostbare Nass zurück.
Gleichstrom verbindet den Kontinent
In Tasmanien werden Gleichstrom-Netze verlegt
Die Insel Tasmanien ist mit dem australischen Kontinent über ein knapp vierhundert Kilometer langes Seekabel verbunden. Auf der Insel errichten Ingenieure und Techniker eine spezielle Freileitung. Durch Kabel und Leitung fließt jedoch kein Wechselstrom, wie sonst auf der ganzen Welt üblich. Es strömt Gleichstrom, wie er auch aus konventionellen Batterien kommt. Vorteil dieser Technologie: Man kann den Strom über tausende von Kilometer(n) transportieren.
Druckluftspeicherkraftwerke halten Energie vor
Unter Druck lässt sich Energie speichern
Wenn Ingenieure und Wissenschaftler über die Zukunft des Netzes nachdenken, gehen Sie in die Tiefe – vor allem in Norddeutschland. Dabei suchen die Bohrtrupps allerdings nicht nach Öl. In der norddeutschen Tiefebene lagern im Untergrund riesige Salzstöcke. Die Bohrteams pressen Wasser in die Löcher und spülen das Salz aus. Im Untergrund entstehen riesige Hohlräume. Bisher werden diese so genannten Salzkavernen vor allem als Lagerstätten für Erdgas genutzt.


Sonntag um 16.00 Uhr
Freitag um 15.00 Uhr
Montag um 19.30 Uhr (zdf.dokukanal)



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Musik aus dem Beitrag "Blackout"

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