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Kommerzielle Anbieter wittern ein gutes Geschäft
Thema der hitec-Sendung "Space Shuttle"
Das Shuttle ist anfällig - und ein Auslausmodell. Für die Zukunft setzt die NASA auf ein anderes Design - ohne Flügel. Die Ingenieure greifen dafür auf alt bewährte Ideen zurück. Für bemannte Missionen orientiert man sich am Kapsel-Design der Apollo-Ära.
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Orion heißt ihr neuer Traum. Der wurde in Teilen von der Obama-Regierung allerdings schon wieder gekippt. Dabei lieferten 2010 erste Tests des Rettungssystems in der Wüste New Mexicos wichtige Erkenntnisse. Sitzen die Astronauten in einer Kapsel auf der Spitze der Rakete, können sie bei einem Startabbruch gerettet werden. Dies war beim Shuttle nicht möglich. Laut NASA ist das Kapsel-Design etwa zehn Mal sicherer als das des Space Shuttle.

Neue Konzepte durch private Anbieter
In welchem Umfang die NASA ihre Forschung vorantreiben kann, ist im Moment unklar. Aus Kostengründen sollen zukünftig vor allem private Anbieter neue Konzepte entwickeln.

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Die Konzepte der kalifornischen Firma SpaceX sind schon sehr ausgereift. Am 08. Dezember 2010 gelingt der Firma der erste - rein privat finanzierte - Start einer Raumkapsel in den erdnahen Orbit. Zweimal umrundet die Dragon-Kapsel die Erde, bevor sie im Pazifik niedergeht. Doch können auf Profit ausgerichtete Firmen Astronauten wirklich sicher zur Internationalen Raumstation bringen?

Ernst Messerschmid:
"Das ist der zukünftige Weg, routinemäßige Transporte in den niedrigen Erdorbit zu organisieren. Offensichtlich folgen wir der Geschichte der Luftfahrt, das heißt, jetzt sind wir soweit, das wir glauben, das wir diesen Transportweg durchaus kommerziell durchführen können, und es ist immer gut bei einem freien Markt, das man mehr als einen Anbieter hat, im Moment gibt es nur die Russen, und die Amerikaner versuchen jetzt im nachhinein, jetzt da Shuttle nicht mehr zur Verfügung steht, dann eben gleich den kommerziellen Weg zu gehen."

60 Millionen Dollar pro Astronaut
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Auf absehbare Zeit können nur die Russen mit der seit 1967 im Einsatz befindlichen Sojus drei Astronauten zur ISS fliegen. Prestige kann oder will man sich in Amerika nicht mehr leisten. Es zählen nur noch die Kosten. Die NASA zahlt Russland für ein Flugticket circa 60 Mio. Dollar pro Astronaut. SpaceX hofft die Kosten um 2/3 Drittel senken zu können - mit einem sicheren, wieder verwendbaren Kapselsystem.

2014 will SpaceX mit seiner ersten bemannten Raumkapsel ins All starten. Wann sie damit die ISS erreichen wird, steht noch in den Sternen. In der Raumfahrt ist vor allem eines sicher: Verzögerungen.

Ernst Messerschmid:
"Es wird noch genügend Schwierigkeiten geben, denn wir brauchen immens viel Energie um in den Weltraum zu kommen, das ist eine komplexe Technik, und kommerziell überlebt nur diese Firma, die auch mit Versagen ihrer Rakete oder auch Mal mit der einen oder anderen Katastrophe umgehen kann. Denn auch die Luftfahrt ist nicht ohne Schwierigkeiten dort hin gekommen, wo sie heute ist.“

Sendedaten
20.11.2011, 16.00 Uhr

Erstsendung: 27.06.2011
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