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Auf der Suche nach der Wunderpille
Thema zu der hitec-Sendung "Bizeps, Trizeps & Co."
Immer mehr Wissenschaftler gelangen zu der Erkenntnis: Wir wären schlau, gesund und glücklich, wenn wir uns genug bewegten. Doch die meisten Menschen tun das nicht. In Deutschland ist über die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig. Gibt es Möglichkeiten die Natur auszutricksen?

"Happymeal" für Mäuse
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Walsh und sein Team haben Labormäusen einen Genschalter eingebaut, mit dem sie das Gen, das das Muskelwachstum der Tiere steuert, aktivieren können. Dann fütterten sie die Mäuse mit einer extrem fett- und zuckerhaltigen Tiernahrung - eine Art Mäuse "Happymeal". Die Tiere werden erwartungsgemäß fettleibig, entwickeln nach acht Wochen Diabetes und haben sehr schlechte Blutfettwerte.



Gutes Doping?
Das Entscheidende: die Tiere wurden "gesund", obwohl sie weiter fett- und zuckerhaltig ernährt wurden und sich nicht mehr bewegten. Selbst der natürliche Alterungsprozess der Mäuse verlangsamte sich. Pharmafirmen haben großes Interesse an den Forschungen von Kenneth Walsh. Und auch Sportler interessieren sich für die wundersame Vermehrung von Muskelmasse. Müssen wir jetzt, was Doping angeht, umdenken? Doping ist gut für dich?


Es wird immer besser sein zu trainieren
Auch am Reichshospital in Kopenhagen bleibt die Myokin-Expertin Bente Pedersen skeptisch, ob etwa eine "Sport-Pille" der Weisheit letzter Schluss ist. Sie glaubt nicht an den Erfolg ohne Mühe. Doch die Forscherin ist optimistisch, was die Myokin-Forschung für neue Therapien bedeuten könnte.

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Bente Klarlund Pedersen, Internistin, Reichshospital Kopenhagen:
"Die magische "Sport-Pille" wäre für viele Leute natürlich sehr verlockend. Aber sie wird nie so gut sein wie tägliches Training. Jedes mal, wenn wir unsere Muskeln belasten, schalten wir mehrere Tausend Gene an - nicht auf einmal, sondern wie bei einem Orchester wird ein Gen durch an anderes aktiviert. Das ist sehr ausgeklügelt. Es wird immer besser sein zu trainieren, als zu versuchen pharmakologisch die Effekte des Trainings nachzuahmen. Und trotzdem bin ich absolut davon überzeugt, dass wir durch das Studium der positiven Effekte die dem Sport zugrunde liegen und die uns vor Krankheiten schützen, auch Medizin entwickeln werden, um den Menschen zu helfen, die selbst keinen Sport treiben können oder durch Inaktivität schon krank geworden sind."

Wer gesund bleiben will, kommt um Bewegung also nicht herum. Schon unsere Gene wollen, dass wir uns bewegen. Wie wir das tun, ist den Muskeln letztlich egal. Aber wenn wir die hormonelle Funktion des Muskels nicht anregen, kommt es zu dramatischen Fehlfunktionen anderer Organe und schließlich zum Systemversagen.

Sendedaten
11.04.2011, 21.30 Uhr

Erstsendung: 31.05.2010
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