Thema zu der hitec-Sendung "Bizeps, Trizeps & Co."
Bewegung ist ein Mittel gegen körperliche Erkrankungen. Doch selbst auf unser Gehirn scheinen die Botenstoffe der Muskeln Einfluss zu nehmen. Wissenschaftler erforschen die Auswirkungen körperlicher Aktivität auf das Gehirn. Und fokussieren damit die Sportmedizin neu.
Helge Knigge und seine Kollegen suchen nach einem geheimnisvollen Stoff im Blut und Gehirn ihrer Probanden: dem Brain Derived Neurotropic Factor, dem so genannten BDNF. Sind unsere Muskeln aktiv, wird im Gehirn, aber auch in den Muskeln, BDNF gebildet. Die erst teilweise erforschte Substanz hat verschiedene Funktionen. Sie regt den Aufbau neuer Nervenzellen und Synapsenverbindungen im Gehirn an. Sie ist also ein regelrechter Dünger für das Gehirn; ohne BDNF würde das Gehirn verkümmern.
Die Sportwissenschaftler aus Köln kooperieren mit Neurowissenschaftlern der Universität Bonn, um genau diesen Zusammenhang aufzuklären. Denn schon mehrere Studien haben bewiesen, dass regelmäßiger Ausdauersport zu besseren Lernleistungen führt.