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A380 - Megajet oder Megaflop?
Sie ist über 72 Meter lang, fast 80 Meter breit und hat ein maximales Startgewicht von 560 Tonnen. Die A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Doch das Image des Megatransporters erleidet Kratzer.
Flugreisen sind nach wie vor gefragt. Trotz Wirtschaftskrise hoben allein in Deutschland 2009 knapp 70 Millionen Menschen ab. Weltweit platzen Flughäfen aus allen Nähten. Um aus dem Dilemma heraus zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten: die Flughäfen ausbauen oder mit größeren Flugzeugen mehr Passagiere befördern.

In nur fünf Jahren konstruierte Airbus eine Maschine, die alles bisher da gewesene in den Schatten stellen sollte: größer und sicherer - aber leichter, stärker trotzdem leiser. Das waren die Ziele, die die Airbus Konstrukteure anstrebten. Am 18. Januar 2005 rollte der erste Prototyp aus den Fertigungshallen. Die Daten beeindruckten: Mit über 850 Passagieren übertraf die A380 die 747 des Konkurrenten Boeing bei Weitem.

Das Konzept "Riesenflugzeug" auf dem Prüfstand

Airbus hat massive Lieferprobleme
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Singapur Airlines ist die erste Fluggesellschaft, die den Riesenjet regulär fliegen darf. Am 25.10.2007 rollt Flug Nr. SQ 380 in Richtung Startbahn. Seither hat die Airline zehn A380 geliefert bekommen - mit einiger Verzögerung. Auch andere Kunden müssen lange auf das bestellte Flugzeug warten.
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Crashkurs für Piloten
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Laut Airbus sollten Piloten, die bereits eine Airbus-Lizenz besitzen, das Fliegen des Jets binnen 8 Tagen erlernen können. Zum Beispiel im A380 Flug- simulator in Frankfurt. Allerdings zeigen die Erfahrungen der Piloten von Singapur Airlines, dass eine so kurze Umgewöhnung nicht ausreicht.
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Kontrolle ist besser - Tests und Zwischenabnahmen
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Wie jede Airline begleitet die Lufthansa den Bau akribisch, immer wieder gibt es Zwischenabnahmen. Bei einem Kaufpreis von durchschnittlich knapp 230 Millionen Euro kommt es auf jede Kleinigkeit an. Die Versprechungen, die Airbus in Verkaufsgesprächen gemacht hat, sind Teil des Vertrages.
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Komfort, Entertainment, Service - das Innenleben
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Über 500 Menschen wollen versorgt werden. Aber dafür arbeiten auch bis zu 23 Flugbegleiter an Bord des Flugzeugs. Zum Vergleich: in einer 747 sind es höchstens 17. Bei einem Flug in der A380 sind hunderte verschiedener Gerichte an Bord, sowie tausende Getränke.
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Das A und O: die Wirtschaftlichkeit
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Als bekannt wurde, dass Airbus den Superflieger bauen würde, wurden Bedenken laut. Die Maschine sei zu groß, zu schwer, nur eine handvoll Flughäfen würde die A380 beherbergen können. Rollwege und Landebahnen müssten angepasst werden - ein erheblicher Kostenaufwand.
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Anpassung der Flughäfen
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Für Flughäfen ist die A380 eine Herausforderung. In die Parkposition ziehen, Tanken, Flugzeugkontrolle: Das sind Vorgänge, die bei einem Flugzeug dieser Größe länger dauern könnten. Um Probleme zu erkennen, probt man in Frankfurt die Ankunft der ersten regulären A380 der Lufthansa.
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Die A380, das größte Passagierflugzeug der Welt - die erste komplette Neuentwicklung eines Flugzeuges seit Jahrzehnten. Die großen Innovationen sucht man dennoch vergebens. Technisch ist sie auf dem neuesten Stand, nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Fluggesellschaften sind begeistert, die Auslastung liegt bei über 80 Prozent. Wenn Airbus endlich die Produktionsprobleme in den Griff bekommt, dann könnte das Flugzeug ein Erfolg werden.

Sendedaten
07.06.2010, 21.30 Uhr
13.06.2010, 16.00 Uhr
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