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Energiebilanz
Defizite und Machbarkeit von regenerativen Energien
Deutschland hat das Ziel, bis 2020 den Anteil an regenerativen Energien am Gesamtverbrauch um zirka 30 Prozent zu steigern. Ist das realistisch? Wie ist der aktuelle Entwicklungsstand und wo liegen noch Probleme?
Es ist nur noch eine Frage der Zeit: das Ende der fossilen Brennstoffe und mit ihm eine Wende unserer Energieversorgung. Die Ressourcen sind erschöpft, das Wetter spielt verrückt - das Verbrennen von Kohle und Öl hat vermutlich den Klimawandel radikal beschleunigt. Doch eine wachsende Weltbevölkerung verlangt nach immer mehr Energie. Um die Klimakatastrophe abzuwenden, muss der CO2 Ausstoß drastisch sinken. Die Erneuerbaren sollen es richten.

Ein kritischer Blick auf das regenerative Potenzial

Energiequelle Wind
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Der Spitzenreiter der Regenerativen ist die Windenergie. Windkraftanlagen erzeugten im vergangenen Jahr bereits 43,5 Prozent des regenerativen Stroms in Deutschland. Über 40.000 Gigawattstunden nur von Windrädern produziert. Eine Erfolgsgeschichte.
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Biomasse - zwischen nachhaltig und unvertretbar
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Bei der Stromerzeugung aus regenerativen Energien folgt der Windkraft die Biomasse. 29 Prozent des grünen Stroms lieferte sie im vergangenen Jahr. Der Vorteil der Biomasse ist ihre Vielfältigkeit: Ob flüssig oder fest, ob Grünschnitt oder Gülle - Biomasse ist gespeicherte Energie.
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Die Kraft des Wassers
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Umweltverträglicher als die Biomasse ist die Wasserkraft. 23 Prozent des Stroms aus regenerativen Energiequellen produzierten Wasserkraftanlagen im vergangen Jahr. Das sind mehr als vier Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.
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Solarenergie - Chance oder Milliardengrab?
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Mit ihrer enormen Kraft könnte die Sonne unsere Energieprobleme lösen. Doch noch ist der Anteil ihrer Energie am Stromverbrauch in Deutschland sehr gering. Gerade einmal 4,3 Prozent des grünen Stroms, der im vergangenen Jahr verbraucht wurde, kam aus Photovoltaik-Anlagen.
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Der Verbraucher zahlt die Zeche
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Ist Strom aus Kernenergie vorerst doch günstiger? Nicht zu vergessen: auch Atomkraft ist stark subventioniert. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat berechnet, wie viel der Bund bisher in die Atomindustrie investiert hat: 40 Milliarden Euro.
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Die Windkraft, besonders die offshore Windenergie, hat das größte Potential die fossilen Brennstoffe zu ersetzen. Dafür sind aber neue Leitungen nötig, die den Strom in die Haushalte bringen. Mit einem europaweiten Super-Stromnetz und mit norwegischen Stauseen als Energiespeicher wäre eine Vollversorgung aus erneuerbaren Energien eines Tages möglich. Deutschland könnte sein Ziel erreichen und im Jahr 2020 30 Prozent des Energieverbrauchs mit den Regenerativen bewältigen - doch nur wenn konsequent gehandelt wird.

Sendedaten
07.12.2009, 21.30 Uhr
13.12.2009, 16.00 Uhr
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