Lupe
Bomben aus dem All
Kosmische Strahlung
Sie ist unser ständiger Begleiter. Erst seit 100 Jahren weiß der Mensch um die Existenz von kosmischer Strahlung. Noch ahnen wir nur, was die Partikel aus dem All beim Zusammenprall mit der Erde anrichten. Eine ganze Heerschar von Wissenschaftlern tritt an, um das Rätsel der kosmischen Strahlung zu lösen.
Wie ein Puzzle setzen sie ihr Wissen zusammen, sie beobachten das Universum und wollen dabei die Urgründe unserer Existenz klären: Was geschieht mit uns im Strom kosmischer Teilchen? Woher kommt das Leben? Wie entstand das Universum?

Ganz sicher sind die Partikel ein wichtiger Antrieb der Evolution, sicher auch eine Gefahr für unser Erbgut, sie können Stromnetze lahmlegen und sollen sogar das Wetter beeinflussen.

Forschung, die uns die Welt besser verstehen lässt

Was ist kosmische Strahlung?
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Es ist ein Cocktail verschiedener Teilchen, meist Wasserstoff- und Heliumkerne. Große Mengen davon stammen aus unserer Galaxie, der Milchstraße. Andere Teilchen sind allerdings seit Milliarden Jahren unterwegs, bevor sie auf die Erdatmosphäre treffen.
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Ein Messfeld von der Größe Berlins
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Südlich von Mendoza, im Westen von Argentinien, steht das größte Observatorium zur Erforschung kosmischer Strahlung. Der Karlsruher Astroteilchenphysiker Johannes Blümer hat es, zusammen mit Wissenschaftlern aus 15 Ländern, in der argentinischen Pampa über Jahre aufgebaut.
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Nicht abschirmbare Strahlung
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Am Zentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt wird Weltraumforschung und Krebsforschung zusammengeführt. Hier werden mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers die Einschläge kosmischer Strahlung auf Körperzellen simuliert.
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Eine Revolution in der Physik
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Für die internationale Forschergemeinde am CERN steht außer Zweifel: Astronomie, Astroteilchenphysik und die Elementarteilchenphysik müssen neue gemeinsame Wege gehen. Forschungen zum Universum und zu den kleinsten Teilchen gehören zusammen.
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Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima
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Auf der Erde können wir bisher nur Folgen des Zusammenstoßes mit kosmischen Partikeln beobachten. Die kosmischen Bomben selbst zerplatzen - zusammen mit Millionen Luftpartikeln - zu einem für uns unsichtbaren Luftschauer.
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Immer tiefer sehen wir ins All, sehen Millionen Sterne, Sternenhaufen, Galaxien, Nebel, Sternenreste. Sie alle schicken kosmische Teilchen und damit Informationen zu uns. Wir müssen nur lernen, diese Informationen und damit unsere Welt besser zu verstehen. Wir können also gespannt sein, welche neuen Erkenntnisse die kosmischen Bomben noch auf unsere Erde abfeuern werden.


Sendedaten
02.08.2010, 21.30 Uhr
08.08.2010, 16.00 Uhr

Erstsendung: 19.10.2009
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