Andreas Dresen arbeitet immer wieder mit den gleichen Schauspielern. Über die Jahre hinweg hat sich eine Ensemble-Familie um ihn herum gebildet, mit der er durch Improvisation die Figuren und Szenen des Films erarbeitet. So gelingt ihm in seinen Filmen immer wieder, das Gespielte authentisch wirken zu lassen. Neben seinen mehrfachen Mitarbeitern Milan Peschel und Steffi Kühnert sind alle Pfleger und Ärzte im Film tatsächliche Pfleger und Ärzte. Sie spielen ihre Rollen glaubwürdiger als jeder Schauspieler und wurden vom Regisseur nur zurückhaltend begleitet.
Den bloßen Abbild-Realismus durchbricht Dresen durch die poetische Visualisierung des Tumors, der als Figur mehrmals im Film auftritt. So kann Dresen zeigen, wie sich Franks innere Einstellung zu seinem Tumor verändert bis er mit ihm Frieden schließt.
Wir sehen Frank und seine Familie in der Sterbebegleitung, und doch geht es in diesem bemerkenswerten Film eigentlich ums Leben und nicht um den Tod: Im Hinblick auf das unausweichliche Sterben kann in diesem Film nicht nur Frank Frieden finden, sondern auch seine Familie – und sicherlich können das auch Zuschauer, die bereit sind, sich dem Film zu öffnen.