Biber
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Mit Ästen und Stöcken stauen Biber Bäche, um Teiche für ihren Bau zu schaffen
Der Biber - ein Helfer für andere, seltene Arten
16.000 Biber in letzten 30 Jahren wieder angesiedelt
Der Biber staut Bäche auf und schafft so einen Lebensraum für zahlreiche seltene Tierarten wie Ringelnatter oder Schwarzstorch.

Die Biber waren wegen ihres Pelzes sehr begehrt
© dpa
Der Biber war bereits fast ausgerottet - jetzt erholt sich der Bestand
In den 1980er Jahren wurden in der Eifel zwölf Biber ausgesetzt - heute leben dort wieder 300 Tiere. Bis zu 16.000 Biber sollen sich in den vergangenen 30 Jahren in den deutschsprachigen Ländern wieder angesiedelt haben, 400 davon in der Schweiz. Forstingenieur Rainer Loos, der ein Biberprojekt im Hochspessart koordiniert, schätzt den Gesamtbestand eher auf 10.000 Tiere. Dabei war Castor fiber, der eurasiatische Biber, zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahezu ausgerottet. Sein wasserdichter Pelz zog die Begehrlichkeit der Hutmacher und anderer Modeschöpfer auf sich. Das Castoreum, ein Analdrüsensekret, mit dem er sich wasserabstoßend einölt und sein Revier markiert, galt seit je als Heilmittel für allerlei Gebrechen und ging als "Bibergeil" in die Geschichte der Aphrodisiaka ein.


Spechte und Fledermäuse profitieren vom Biber
Der Biber verbaut Äste und Zweige zu einer Burg mit sicherem Eingang unter dem Wasserspiegel. Winterschlaf hält er nicht. Um für seinen bis zu 30 Kilogramm schweren Körper einen Mindestwasserstand von 50 Zentimetern zu erreichen, staut der Biber im Sommer allzu flache Bäche mit Dämmen aus Ästen und Schlamm. Grauerlen vertragen die Staunässe nicht und sterben ab. Dann profitieren Kleinspechte, Sumpfmeisen und Fledermäuse vom Totholz, und Eisvögel nehmen auf den entlaubten Skeletten ihren Ansitz zur Fischjagd.


Infografik
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